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Schweden Dezember 2002 / Januar 2003

2002 - 2003-Seite1 - 2003-Seite 2

(Bilder die bei schlechten Lichtverhältnissen gemacht wurden, zeigen leider auch sehr schnell die Grenzen meines Scanners auf, besonders wenn der Hintergrund aus Schnee besteht. In diesem Fall zählt das Motiv.)

Am 15. Dezember war es wieder so weit, meiner einer macht sich auf den Weg nach Schweden. Am Abend zuvor hatte Simon mich gebeten, ich solle doch etwas für Ihn mitnehmen, damit der Wagen, mit dem er und die Anderen nachkommen wollten nicht so voll wird. Ich also zu Simon. Ich gebe zu es wurde spät am Abend und es gab mehr als nur ein Bier, aber dass ich ihn aus den Bett schmeißen musste und er so früh um zehne auch nicht mehr wusste, was mit solle - wer hätte das gedacht! Ein paar Stichwörter und das Hirn kam wieder in Schwung. Die Kiste Glög von IKEA (schwed. Glühwein) war schon am Abend im Auto verstaut worden und machte sich auch ganz gut neben dem, was ich noch eingepackt hatte. 

Mehr musste nun doch nicht mehr mit und ich konnte mich endlich auf den Weg machen. Vor Hamburg noch zwei Besuche bei Verwandten. Sehr zur Freude meiner Blase, die es anschl. nur bis Stillhorn schaffte, um den getrunkenen Tee wieder raus zu lassen. Macht nix, ich wollte hier sowieso die Fährkarten kaufen. In Puttgarden fährt die Fähre, wie kann es anders sein, vor meinen Augen ab - eine halbe Stunde Aufenthalt - wieder sehr zur Freude meiner Blase. Auf der Fähre steht vor mir ein Schwede mit seinem T4-California. Bevor ich zum Oberdeck gehe, sehe ich, wie er die Nummernschilder wechselt. In der Cafeteria setzt er sich zu mir und im Laufe des Gespräches frage ich ihn nach dem Grund dafür. Ganz glauben mag ich seine Version allerdings nicht. Durch Dänemark fahren wir zusammen und können diesmal beide zusehen, wie uns die Fähre wieder vor der Nase wegfährt. Mist, denn es scheint einen neuen Fahrplan zu geben. Anstelle von zwanzig Minuten, müssen wir eine Stunde warten. Aber wozu haben wir einen Campingbus. Zusammengerückt und Tee getrunken. Dabei erzählt er mir auch, dass in Småland bereits 15 cm Schnee liegen - na Sauber, da freu ich mich doch schon auf weiße Weihnacht - und meine Blase freut sich auch schon wieder. Ich muss mir doch unbedingt angewöhnen, weniger Tee zu trinken, wenn ich lange Autotouren vor mir habe. In Schweden trennen sich unsere Wege, er muss nach Småland. Gegen vier Uhr komme ich todmüde beim Haus im verschneiten Ellenö (Gem. Färgelanda / Wetter) an. Ich schlafe zufrieden ein.

Mond über dem Haus

Um 12 aus dem Bett, was bedeutet, dass man nur noch 3½ bis 4 Stunden Tageslicht hat. Die müssen genutzt werden. Fast schon Traditionsgemäß, nutze ich den 1. Tag zum Einkaufen, wer weiß wie lange die Straßenverhältnisse so etwas noch zulassen. Früher wurde noch alles aus Deutschland mitgebracht. Heute beschränke ich mich auf Dinge die in Schweden sehr teuer sind, wie Alkohohl, oder was zu Hause noch rum steht und weg muss. Schließlich fährt man in den Urlaub um auch einmal etwas anderes kennen zu lernen und es gibt in Schweden Dinge, die anders bis besser schmecken wie, wie z.B. Milchprodukte (Christina würde an dieser Stelle jetzt noch Müsli erwähnen). Außerdem musste ich ja noch die Neidmacher-Weihnachtskarten für die Lieben daheim gebliebenen kaufen. Die schwedische Post macht zu Weihnachten das Angebot, dass Karten billiger sind. Karten ins außereuropäische Ausland kosten z.B. nur soviel wie eine Karte nach Europa. (Hallo Ihr da von der deutschen Post AG: Wann interessiert Euch endlich der/die Kundenservice/-zufriedenheit?) Wieder beim Haus wird dieses Weihnachtlich dekoriert und zusammen mit dem Schnee und Frost, ist damit für mich die Adventzeit angebrochen. Das lausige norddeutsche Wetter zusammen mit Lebkuchen, der schon seit September im Laden vor sich hin gammelt, ersticken jede Vorfreude ja schon im Keim. 

Die Tage sind kurz und meine Standheizung defekt, so mache ich in den folgenden Tagen nur Trips in die nähere Umgebung. Trollhättan und Vänersborg im Süden des Vänern, der so weit man gucken kann zugefroren ist.


Mond über dem Vänern

Uddevalla an der Küste, wo ich es nach Jahren endlich geschafft habe das Bohuslän-Museum zu besuchen. Ein kleines Museum zwar, aber kostenlos und für den Preis geradezu Sehenswürdig.  Aber auch ein Trip nach Norden traue ich mir zu. Über die E18 und RV 45 (Inlandsvägen) geht es nördlich von Karlstad in die Nähe von Sunne nach Måbacka. Ich verschätze mich mit der Fahrzeit bei diesen Straßenverhältnissen und treffe erst gegen 14 Uhr dort ein. Ich sehe mich schon im Bus übernachten und erfrieren. Der Geburts- und Wohnort von Selma Lagerlöf (das ist die, die Nils Holgerson geschrieben hat) Reizt mit toller Landschaft und einem kleinem Anwesen mit Ausstellungen, dem Minnesgård, dass an sie erinnern soll. Außerdem gibt es hier tückisches Glatteis - Aua. Bei minus 17 Grad in menschenleerer Gegend auf den ..(Piep)... zu fallen, führt dazu, dass ich mir vornehme nie wieder ohne Handy rumzulaufen. 

Måbaka im Schnee. Die Wolken am Horizont sind aufsteigender Wasserdampf von den Seen.

(Beweisfoto: Schweden lohnt auch im Winter) 

Etwas südlich in Östra Ämtervik ist das Familiengrab der Lagerlöfs. Ich nutze den Stopp um mich in der Kirche aufzuwärmen. Viele schwedische Kirchen haben nicht nur eine Toilette, sondern auch Audioanlagen, die in verschiedenen Sprachen, über die Kirche und deren Umgebung informieren. Im Dunkeln 200km durch Schweden und das ohne Scheinwerferreinigungsanlage, das schreit nach einer Stärkung bei McD. Auch weil ich keinen Bock habe nachts zu kochen.

(Dank an Bill Gates, dem ich es verdanke, den folgenden Teil noch einmal schreiben zu dürfen. Von wegen, XP ist Absturzsicher und so!!)

Auch Spaziergänge in den Wäldern ringsherum stehen auf dem Plan, wobei auch gleich ein Tannenbaum "organisiert" wird, denn Weihnachten ist nah. Die Temperaturen steigen an einem Tag über Null, was dazu führt, dass die Seen Spiegelglatt werden. Und so überlege ich mir am Heiligabend Schlittschuhe zu kaufen. Aber was ist das? Die Straßen sind Menschenleer, was mir schon zu denken gibt. Und  tatsächlich, im Einkaufcenter sind nur die großen Lebensmittelmärkte geöffnet. Die dort angebotenen Schuhe gibt es nicht mehr in meiner Größe, was im nachhinein auch gut war, denn nach Weihnachten kamen die großen Schneemassen =  Schluss mit Eislauf. Leckere Sachen fürs Weihnachtsessen standen ja auch noch auf dem Plan, womit dann alles klar war für ruhige Weihnachtstage, die auch die letzten ruhigen Tage werden sollten. 

Ab dem 27. wurde es voll. Den Anfang machte die Familie Friedrich, die gegen Mittag aufschlagen wollte. Der Vormittag diente der Vorbereitung des Essens. Ich wollte sie mit einem für diese Wetterverhältnisse angepasstem Essen empfangen. Was gibt es besseres, als wenn man sich nach langer Reise an einen gedeckten Tisch setzen kann. Grünkohl wurde kredenzt, den es übrigens auch in Schweden gibt. Ich hatte noch nie zuvor eine so große Menge gekocht und musste darum improvisieren. Ich hatte die Zutaten aus Deutschland eingeschleust die dann locker auch noch für den folgenden Tag reichten.


Das Haus beginnt sich zu füllen, was auch ganz angenehm ist, kann ich doch endlich wieder quatschen. 

In der Nacht um 4 Uhr kommen dann noch Christina, Kai und Simon dazu.

 

Die Prioritäten sind klar: Körperpflege & Schlafen bei Christina und Kai. Und Alk bei Simi ("Ihr könnt doch jetzt nicht schon schlafen gehen?" >Panik<)

Kai und Christina wollten ihre Familie nicht wecken und quartierten sich für diese Nacht bei Simon und mir im Gästehaus ein und wärmen so das Bett für Anne und Matze an, die am späten Abend eintreffen wollten. In dieser Nacht fiel dann auch der erste Neuschnee. Nur ein paar Zentimeter zwar, aber es sollte nicht der letzte Schnee werden. Es reicht für einen Spaziergang am Abend durch den Wald und über den Östersjön  (s. Sommer 02), der durch den Schnee wieder begehbar wurde. Zuvor war er, wie ja geschrieben, Spiegelglatt. 

 

Schnee = Kalt = Schlecht für Raucher, denn die müssen draußen bleiben!

Am späten Abend dann kamen Anne und Matze, was zur Folge hatte, dass 1.:

Christina und Kai wieder ausziehen mussten. Und 2.:

Die Versorgung sichergestellt war. Dieses 3.:

Sehr zu Freude der Hausbewohner. Und 4.:

 

Wären wir sonst nie in den Genuss dieses Adonis mit den süßen Pantoffeln gekommen!

In dieser Nacht stieg der Schnee-Pegel schon ganz ansehnlich, was aber auch mit Arbeit verbunden war. Regelmäßiges Schneeschippen war angesagt, denn wer weiß was noch kommt. Und die Verbindung zwischen den Häusern kann wichtig sein, sollte es zu einem Stromausfall kommen, ist der einzig warme Platz am Kamin im großem Haus. 

Simon F. kann endlich Snowboard fahren, während wir uns über den Schneepflug freuen.

Zum Skifahren reichen die Erhebungen nicht, aber Schlitten fahren geht immer (5 Bilder von Simi)

 

Sobald es dunkel wird (ab 15:30) saßen wir zusammen und warten darauf, dass Simi das Essen kocht, denn jeden Tag war ein anderer dran. Wer "Warten auf Godot" kennt, weiß was wir gelitten haben. Simi dachte an alles, aber nicht ans Essen machen. Bevor Matze und ich den Hungertod starben, machten wir uns Hamburger, das musste reichen, bis Simi sich nicht länger drücken konnte und Nuddeln kochte.

Nach dem Essen kam die Ruhephase. Anne und Matze nutzen dies Zeit zur Körperpflege, die Wichtig ist, denn die Luft ist nicht nur Kalt, sondern auch Trocken 

Einen Tag vor Sylvester stand kaufen, kaufen, kaufen auf dem Programm. Wir fahren nach Uddevalla zum Torp-Einkaufcenter. Neben Dingen des täglichen Lebens, stehen Klamotten (bei mir Schuhe, denn die die ich mithatte, hatten nur noch ein abgelatschtes Profil, was schlecht auf vereisten Untergrund war) und, das Wichtigste, Sprengstoff für den letzten Tag des Jahres ganz oben auf der Einkaufsliste. Aber um Einkaufen fahren zu können, ist Schnee (25cm) räumen angesagt auch auf den Autos.

 

Kai  kann es gar nicht abwarten und fährt als Erster los. Wir haben noch Probleme den Golf von der Stelle zu bekommen und fahren erst ein paar Minuten später ab. Dies veranlasst Kai sich sorgen um seinen Golf zu machen und drehte wieder um. Auf dem Feldweg zum Haus treffen wir uns und Kai muss wieder zurück fahren, wobei er das erstemal einen Wagen in den Schnee setzt. Lachende Zuschauer auf der einen Seite, ein grantiger Kai auf der Anderen.

Die Augen der männlichen Touris unter uns werden ganz groß beim Anblick der Feuerwerksartikel und so stehen wir Schlange am Bankomat. In einem Laden kann man sich sogar die Wirkung der einzelnen Feuerwerkskörper zuvor auf am Bildschirm (Beispiel (Se Effekten klicken) oder Startseite Svea (am besten mit DSL)) anschauen - Klasse! Dazu muss man wissen, das es in Schweden nicht nur die nullachtfünfzehn Raketen gibt, sondern auch richtig große, semiprofesionelle Geschosse. Nach stundenlangem shoppen ( ich immer noch ohne Schuhe ) geht's zurück. Bevor es wieder so lange dauert, versuche ich mich wieder am Herd. 

Am Abend wollen die unter dreißigjährigen runter zum See und Feuer machen. Mir ist es mit unter minus 15 Grad zu kalt, so dass ich die ruhige Zeit im warmen Haus zum lesen nutze. Ich hatte mir für diesen Urlaub fünf Bücher vorgenommen, was ich aber knapp um drei Bücher verpasst habe. Als die jungen Dinger vom See zurück kamen war es dann bereits - 17 Grad KALT und entsprechend durchgefroren waren sie dann auch.

 

re: Anfangs - li: Später mit kaltem A..... (Quelle: Simi)

Am Sylvestermorgen dann der Kälteschock. Das Thermometer steht bei 25/26 Grad - MINUS. Dafür scheint aber die Sonne, der Himmel ist so klar wie die Luft. Die Autos springen sogar an, wenn auch nicht auf Anhieb. Dies sehr zur Freude von Christina, denn heute steht das Handverkshuset in Upperud bei Håverud auf dem Plan. Auch zur Freude der Verkäuferin, für die sich die Öffnung an diesem Tag allein wegen uns  gelohnt haben dürfte.


Warten darauf, dass die Wagen Startklar sind.

Schon die Fahrt durch die verschneite Landschaft macht Spaß, auch wenn man auf den hinteren Plätzen permanent die Seitenscheiben von innen freikratzen muss, will man etwas davon sehen. Die Lüftung versagt bei diesen Temperaturen jämmerlich. Da muss man dann schon einen Stopp einlegen, um mehr von der Gegend zu sehen.


Eine Eskimoweisheit besagt: Esse nie gelben Schnee - Gilt auch in Schweden!


Das gute Wetter wird genutzt um Landschaftsfotos zu machen.

Im Handverkshuset macht dann Christina große Augen. Wie gesagt, die Frau hinter dem Tresen hat einen klasse Jahresabschluss hingelegt. Fairerweise sei gesagt, dass wir alle unser bestes gegeben haben, um diese Frau glücklich zu machen.

Zu diesen Bildern könnte ich ja was schreiben, lasse es aber lieber! (Quelle: Simi)


Nach vollendeten Einkauf lädt Christel uns zu Kaffee & Kuchen ein.


Blick vom Bootsanleger/Terrasse des Handverkshuset

In Håverud wollen wir uns für ein Gruppenfoto versammeln. Dafür müssen wir aber erst einmal Ruth, Jonnas, Simon und Eiko suchen,  die sich irgendwo auf den Areal rumtreiben.

Simi nutzt den vereisten Aufstieg. Ich habe mit meinen abgelatschten Sohlen hingegen  Probleme überhaupt rauf zu kommen.

Die vereiste Schleuse vom Dalslandkanal (Quelle: Simi)


Wir vermuten die vier unter der Brücke


Aber nix da, also wieder durch den Schnee zurück 

Auf der Brücke finden wir sie dann schließlich.


Das Ergebnis: Anne, Matze, Ruth, Simon F., Ich, Simon B.(Simi), Christina, Kai, Christel, Eiko und Jonnas

 Gerd ist leider nicht mit drauf, aber einer musste ja das Foto machen.

Auf dem Rückweg trennen sich unsere Wege. Die Familie Friedrich, fährt mit ihrem Bus zum Haus zurück. Ruth ist mutig und fährt bei Kai mit. Mutig, weil Kai die geile Piste nördlich Richtung Högsbyn fahren will (s.a. Sommer 02). Simon hat diese Strecke im Sommer souverän gemeistert. Kai im Winter nicht. In der vorletzten Kurve dieser etwa 10 km langen Straße geht es nur noch geradeaus. Dem hohen Schnee ist es zu verdanken, dass wir nicht vorm Baum kleben. 

Raus geht's nimmer. Da hilft es auch nicht, dass Matze die Schneeketten aufzieht. Das perfektioniert die Show nur, weil die Reifen durchdrehen und die Ketten Funken sprühen.

 

Anfänglich war Christina (und ich auch) sauer, konnte dann aber doch wieder lachen, vor allem als Anne eine Runde Tee gegen die lausige Kälte schmiss. 

Wiederum anfänglich war Kai gutgelaunt, was sich aber langsam änderte, als er merkte das ohne Hilfe sein Auto bis zur Schneeschmelze in Schweden bleiben würde. Die Hilfe wurde von den Mädels organisiert, die zu einer nahe gelegenen Bauerei fuhren, dessen Bewohner einen Schlepper und Zeit hatte. 

Nachdem die Kiste raus war, ging es endlich zurück zum Haus und zur Sylvesterfeier. Zuvor musste aber noch die Platzverteilung neu geklärt werden. Keiner wollte mehr vorne neben Kai sitzen. Diskriminierung? Nein, Eigenschutz! Ich fuhr bei Anne und Matze mit.

Der Abend beginnt mit einem gemeinsamen Essen, das in eine gemütliche Runde übergeht.

Im Folgenden nicht kommentierte Bilder von Sylvester 2002:

 

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