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 Schwedenurlaub im April /Mai 2006

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4. Tag
Es kostete mich ja einige Überwindungen, früh um 9 Uhr aufzustehen, um mich ebenso Frühzeitig auf dem Weg nach Lidköping zu machen. Außer dem Gezwitscher der Vogelwelt, ist es nämlich herrlich ruhig hier oben und man kann Richtig Ausschlafen. Hier in Schweden merkt man erst, was man zu Hause und  hier im Urlaub nicht vermisst - den Straßenlärm. Gegen 10 Uhr ging es dann über Vänersborg auf die RV 44 nach Lidköping. Schon nach 15 km dann die erste von drei Polizeikontrollen an diesem Tag. Die zweite war zwischen Vänersborg und Vargön - mit zwei sehr hübschen Polizistinnen- und die dritte Nachmittags bei Trollhättan. Vor Lidköping kam mir dann noch eine Motorradstaffel von 10 Bikes entgegen. Der 2. Mai scheint so etwas wie der Nationalfeiertag der schwedischen Polizei zu sein. Dabei bin ich Kontrollen in Skandinavien mittlerweile gewohnt. In den wenigen Tagen die ich hier oben im Norden jährlich im Urlaub verbracht habe, bin ich schon häufiger angehalten worden als in Deutschland. In Lidköping angekommen, parkte ich meinen Wagen in der Nähe des Rörstrandsmuseum. Dieses sollte auch mein erstes Ziel sein. Röstrand ist Hersteller von Porzellan und edlem Geschirr und hat hier in Lidköping seine Fabrik. In einem alten Teil der Fabrik ist das Museum und der Fabrikladen untergebracht, welcher auch Geschirr anderer Marken verkauft. Für Christina dürfte das das Paradies auf Erden sein - Teller, Tassen u.a. mit Wichteln drauf, ist nur eines der vielen Designs. 


Am Ende der Torgatan ist das Röstrandmuseum


Mitten auf dem Marktplatz steht das alte Radhaus, das frühere Jagdschloss der Fam. de la Gardie, die auch im Besitz des Schloss Läckö waren.

 


Auch in der Neustadt gibt es viele alte Holzhäuser zu sehen, die wie hier der Schougskagården, einen sehr schönen Innenhof haben

Der Fluss Lidan durchschneidet Lidköping und trennt so die Gamla Staden von der Nya Staden, als Alt- und Neustadt.

Blick über den Lidan. In der Altstadt steht die Nikolaikirche.


In den Stadsträdgården steht die alte Kylanderskolan - heute sind hier das Sportmuseum (links hinten) und Musikmuseum und -schule (rechts)


Schräg gegenüber ist das Tinghus und der alte Wasserturm

In der Altstadt gibt es noch die alten Handwerkerviertel, wie hier das Limtorget, das Leimviertel 

Oder gleich gegenüber diese alte Schmiede, die noch Aktiv ist.


Der Vänern ist der drittgrößte See Europas. Dementsprechend wird er auch von großen Schiffen befahren.

Am Nachmittag fuhr ich dann ans Ende der Landzunge nördlich von Lidköping, wo das Schloss Läckö steht.  Die Straße dorthin ist Schmal, Hügelig und Kurvenreich. Aber das hat auch sein Gutes, denn so haben Mitfahrer ausgiebig Zeit, diese schöne Landschaft zu genießen. U.a. kommt man an drei alten Mühlen vorbei. Das Schloss ist Leider ist es zu dieser Jahreszeit ab 16 Uhr für Touristen geschlossen. Das Schloss wurde im 16 Jh. gebaut und im 17 Jh. von der Familie de la Gardie gekauft und umgebaut. Noch im gleichen Jh. wurden die Reichtümer der Adelsfamilie beschlagnahmt, das Schloss verfiel. Heute ist es Renoviert und wird weiter renoviert, wie mir ein Handwerker in der Kapelle erklärte. Die Tür war nämlich noch geöffnet und ich schaute neugierig hinein. Er erklärte mir das das das Schloss geschlossen sei. Nach dem ich ihm sagte, dass ich vor einigen Jahren bereits hier war und ich nur mal eben wieder rein schauen wollte, erklärte er mir, was er dort machte. Die Schlosskappelle soll renoviert werden. Bevor dies geschieht, werden die Wände mit einem speziellem Verfahren (irgendwas mit Karbonstrahlen), fotografiert. Auf diese Weise kann man herausfinden, ob sich unter der Wandfarbe noch alte Wandmalereinen befinden. Wenn dies der Fall sein sollte, kann man die Kapelle natürlich nicht einfach streichen, sondern wird Versuchen, die Gegebenfalls vorhandenen Wandmalereien, freizulegen. In den Fenstereinrahmungen sind solche Malereien zu sehen, darum wird Vermutet, das es noch mehr gibt. Im Schloss gibt es neben Dauerausstellungen auch jährlich wechselnde Ausstellungen zu sehen. Außerdem hat man die Theaterräume so originalgetreu wie möglich renoviert, dass es hier ständig, in schönem Ambiente, Aufführungen gibt.


An der Straße zum Schloss stehen drei alte Windmühlen


Der erste Blick vom Parkplatz aus lässt die Dimensionen erahnen


Das Schloss Läckö. Im rechten Anbau befindet sich die sehenswerte Schlosskapelle


Das Schloss liegt direkt am Vänern. Im Hintergrund die Insel Stor-Eken

 


Der Schlossgarten, sieht nur noch kurze Zeit so Trübe aus. Die Gärtner waren noch fleißig am arbeiten.

 

Blick in einen der drei Innenhöfe >>>

 


Die Schlosskapelle. Reich verziert sind die Bänke und deren Türen.


In den Fenstereinfassungen stehen Figuren der Apostel. Der li. soll Simon darstellen (Und der hält keine Jeverflasche in der Hand!!!)

Ich fuhr die RV 44 wieder zurück, diesmal über Trollhättan nach Vänersborg, wo ich noch was zum Abendessen einkaufte, bevor ich mich endgültig auf den Heimweg machte. Eigentlich wollte ich ja noch einen Spaziergang durch die kleine Fußgängerzone machen, wie ich jedes Mal tue, wenn ich in dieser Gegend bin. Da es aber seit 20 km vor Trollhättan am Regnen war, verzichtete ich darauf.  Beim Haus angekommen war es aber wieder Trocken. Essen, Wein und früh schlafen gegangen.

5. Tag

Ausschlafen ist doch was feines. Und so wurde es 11 Uhr, als ich mich weiter an die Erschaffung dieser Seiten machte. Ich wollte heute nirgendwo hinfahren, sondern mir am Nachmittag die Sonne auf den Pelz brennen lassen, was ich auch ab 15 Uhr schaffte. Das Thermometer knackte heute die 20 Grad - Marke und stieg auf ganze 24 Grad. Gut das ich gestern Grillfleisch in Vänersborg gekauft hatte. "Nya" stand auf der Packung, und das war es für mich auf alle Fälle. Dicke gekochte Schinkenscheiben, die Mariniert waren. Grillzeit nur 4 Minuten - logisch, man musste sie ja nur heiß machen, gekocht waren sie ja schon. Der Geschmack war Interessant (das sagt Biolek doch auch immer in seiner Kochshow, wenn  ihm etwas nicht so ganz schmeckt) und die Zubereitung ideal für den in Skandinavien allseits so geliebten Einmalgrill, der nun inkl. Mülltüte verkauft wird, und da gehört so ein Ding auch hin. Die Dinger sind einfach Sch..... Ich hatte in ICA in Vänersborg gleich zwei mitgenommen, weil diese zusammen nur 39 SEK kosten sollten. Auf dem Kassenbon stand dann aber doch jeder einzeln mit je 29 SEK, was ich beanstandet habe. Erst als die Kassiererin mit mir durch den halben Laden gegangen war - sehr zur Freude der anderen Kunden, die in einer langen Schlange standen - und ich ihr zwei Schilder zeigen konnte, auf dem dieser Werbepreis stand, konnte sie sich nicht mehr herausreden, das das der Preis für Aluschalen sein würde. Ich bekam dann endlich mein Geld zurück und verließ den Laden, wieder sehr zur Freude der anderen Kundschaft. Kennt jemand das Phänomen, es dauert immer an der Kasse am längsten, an der ich man sich anstellt. Mir geht es jedenfalls sehr häufig so. Und es war mir eine Genugtuung es all den anderen Trödlern und Rentnern endlich einmal Heimzahlen zu können.

In Schweden gibt es häufig ähnliche Werbeangebote. Kaufe 2 zum Preis von ... oder Kaufe drei, zahle zwei. Man sollte darauf achten, und ggf. mehr einkaufen als man eigentlich wollte, es kann sich lohnen in einem Land von dem es heißt, das alles viel Teurer ist als bei uns.

6. Tag

Früh aufgestanden und nach Munkedal zu Hanssons gefahren. Der kleine Laden, gegenüber des Bahnhofes,  bietet von Spielzeug über Wolle und Textilien vielerlei Dinge. Ich fahre immer wieder dorthin, weil sie auch Geschirr und andere Dinge aus dem Glasreich (Småland) haben. Und das teilweise unter der UVP des Herstellers und teilweise auch günstiger als die 2. Wahlartikel in den Fabrikläden. Dort kaufte ich vier Teile für mein Geschirr, welche leider nicht mehr hergestellt werden. Die jetzigen Schüsseln haben eine andere Form und die Kaffeetassen sind jetzt auch größer. Weiter ging es an den Ortsrand zum Munkeland an der E6, die Einkaufsmeile von Munkedal. Auch hier gibt es viele Dinge günstiger als in Uddevalla. Hier kaufte ich für Hendrik und mich Lösgoddies, lose Bonbons, die man sich selber zusammenstellen kann. 4,90 SEK/100g statt wie sonst überall 6,90 SEK. Anschließend ging es auf die E6 Richtung Norden. Am Abzweigung nach Strömstad der nächste Halt. Rechtsseitig der E6 liegt Blomsholm. Hier gibt es Hügelgräber, eine Schiffssetzung und den größten Steinkreis Schwedens. Alles um die 1000 bis 1500 Jahre alt.


Die ersten zwei Hügelgräber liegen direkt an der E6. Die Größe der Hügel spiegeln den Rang der Verstorbenen wieder. Die Toten wurden verbrannt und unter diesen Hügeln begraben.


Blomsholm liegt auch an der Galerenstraße (s.re.)


Blomsholmsskeppet, Grab das in Form eines Schiffes angelegt ist - Schiffssetzung. 42 m lang aus der Zeit der Völkerwanderung. Beim Krieg von 1718 wurden im inneren auch einige gefallenen Offiziere beerdigt - Gedenkstein


Zwei Steine fehlen in der Schiffssetzung.  Gedenkstein der an den Frieden mit Norwegen 1905 erinnert


Ein Stück weiter auf der anderen Straßenseite: Domarring (Grabsteinring), der größte Steinkreis Schwedens mit 36 m breite


Hier stehen befinden sich auch weitere Hügelgräber...


...und ein kleiner Steinkreis

Mein nächstes Ziel sollte die Stadt Halden in Norwegen sein. Nicht ohne vorher noch ein Zwischenstopp in Nordby zu machen und in den Outlet-Shops zu bummeln. Ergebnis= 2 neue T-Shirts, Sandalen und zwei künstliche Köder zum Angeln. Anschl. weiter zur Grenze. Dieses mal wollte ich auch über die 2005 fertig gestellte Brücke über den Svinesund, im Verlauf der neuen E6, sein. Nachteil, weswegen ich diese im vergangenem Jahr gemieden habe, ist die Mautpflicht (20 SEK). Aber einmal wollte ich eben auch Mal über diese Brücke gefahren sein. Nach Halden wollte ich eigentlich nur der Schokolade wegen. Kjekskuler von der Fa. Freia - Schokolade mit Keksteilchen und beste Schokolade auf der Welt. Direkt an der Abfahrt Halden der neuen Streckenführung der E6 wurde ein neuer REMA 1000, der Aldi unter den norwegischen Supermärkten, in die Natur gesetzt. Außer der Schokolade kaufte ich noch ein paar norwegische Dinge ein. An der Kasse dann die frohe Botschaft der Kassiererin, das sie keine Kreditkarten von Mastercard annehmen. Nur Visa sagte sie. Kein Problem, hab ich doch im Urlaub immer eine zweite Karte für den Notfall im Wagen versteckt. "Ich komme gleich wieder." Mit der Visa in der Hand dann die Ernüchterung - Corporate Karten werden ebenfalls nicht akzeptiert, nur "echte" Visakarten. Nun musste ich doch noch zur der nächsten Tankstelle zum Geldautomaten und Norwegische Kronen ziehen, was ich eigentlich vermeiden wollte.

Die erste Mautstelle Schwedens, vor der neuen Svinesundquerung der E6

Und alles für diesen unspektakulären Anblick.


Da macht die alte Brücke doch einen schöneren Eindruck - und das Mautfrei


Nur ein schnelles Foto von der Festung Fredriksten, die über der Stadt thront. Bilder von ihr gibt es schon auf anderen Seiten von mir. 


Mehrere Brücken queren die Verbindung zwischen Svinesund und Idefjord


Die norwegische Bahn verfügt über moderne Züge mit viel Komfort. In jedem Einstig steht z.B. ein Getränkeautomat>>>


Abendessen am alten Hafen, der auch als Fischmarkt dient


Der Wasserfall Elgåfossen als Grenze. Rechts Schweden, links Norwegen

Zurück nach Schweden ging es die RV 22 am Idefjord entlang. Die RV 22 ist Teil des Blau-Grünen-Weges, der von Schweden kommend, sich am Grenzverlauf langschlängelt. Hinter der kleinen Ortschaft Holtet ist die Grenze. Als Besonderheit bildet hier der Elgåfossen die Grenze. Mittlerweile wurde die Umgebung freigeholzt, so das nun auch die Reste der drei alten Wassermühlen zu sehen sind, die hier früher klapperten.


Ein gut erhaltener Mahlstein. Dahinter die Grundmauern der Wassermühle


Auf schwedischer Seite nutzt eine Blindschleiche der ersten Sonnentage des Jahres


Aber auch die norwegische Verwandtschaft ist schon auf den "Beinen"

Bei Dingel fuhr ich auf die E6, um diese eine Abfahrt weiter bei Munkedal wieder zu verlassen und über die kleine Landstraße zurück nach Färgelanda zu fahren. Am Haus angekommen reichte die Zeit noch zum Angeln. Gefangen hab ich wieder nix. Dafür konnte man gut erkennen, dass sich der Wasserspiegel zu senken beginnt. Der Wasserpegel liegt im Winter immer deutlich höher als im Sommer.

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