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Schwedenurlaub im Sommer 2011  

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Långshyttan
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- Siljan
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Gasås
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Nusnäs
- Rättvik
-Malung-/sfors
-Brunskog

 

Falun

Die RV 80 verläuft von Gävle bis Rättvik am nordöstlichen Ufer des Siljan. 90 km von Gävle entfernt (50 km vor Rättvik) durchquert man die Stadt Falun, die Provinzhauptstadt von Dalarnas Län. Hier machte ich nur einen kurzen Stopp, nordwestlich der Stadt, bei den Sportstätten. Schließlich waren es wieder über 25°C und ich wollte an einen See. Skianlagen und Freibad liegen direkt neben der RV 80. Von Falun aus steigt die RV 80 immer höher und führt durch waldreiches Gebiet. Wenige Kilometer vor Rättvik, bei Söderås, geht es wieder bergab zum Siljan, wo die RV 80 bei Gärdebyn in der RV 70 mündet.


Skischanze in Falun.

Siljan


Bei Söderås hat man den ersten Blick auf den Siljan.

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Gasås

Etwa 20 km hinter Rättvik, in Gasås verließ ich die RV 70 und fuhr den in der Straßenkarte eingetragenen Badeplatz an. Nun war ich schon so oft in dieser Region, aber diesen Platz kannte ich noch nicht. Wahrscheinlich, weil der Ort genau in der mittleren Falz der Straßenkarte eingezeichnet ist. Schade, denn der Platz ist Super. Schon deshalb, weil ihn Wohnmobile nicht anfahren können. Dafür sorgt ein Kiefernstamm, der in etwa 2m Höhe angebracht ist und die Zufahrt für größere Fahrzeuge versperrt. Folglich war ich in dieser Nacht alleine an diesem Badeplatz am nördlichen Ufer des Siljan. Und damit, bei gutem Wetter, mit Sonnenuntergang über dem großen See.

Badeplatz in Gasås...

...mit allem Komfort.

Auf der anderen Seite der Landzunge stehen...

...alte Bootshäuser.


Beim abendlichen Spaziergang flüchtete dieser Hase vor mir. Oder war's ein Schneehase?


Neben der Zufahrt zum Badeplatz stehen schnuckelige Ferienhäuser aus Holz

 und skurrile Kiefern.>>>

 
Auch der folgende Tag versprach wieder ein schöner heißer Sommertag zu werden, so dass ich, unterbrochen von einem Shopping-Stopp in Mora, zum südwestlichen Ufer des Siljan nach Vinäs fuhr, um am dortigen Badeplatz "Urlaub" zu machen.

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In Vinäs halte und übernachte ich ja schon seit Jahren, wie der aufmerksame Leser meiner Seiten vielleicht schon weiß. Der Uferrand des Siljan besteht hier aus Sand und nicht, wie an vielen anderen Badestellen, aus Steinen. Und die Wassertiefe ist ab dem 20zigsten Meter tief genug zum schwimmen. Während der weiteren 150m kann man aber jederzeit eine Schwimmpause machen und sich hinstellen. Was natürlich auch Klasse ist, wenn man mit mehreren ist und diverse Wasserspiele machen will.
 

Badesteg in Vinäs


Schicker Schlitten, der da neben mir parkt. Aber keine Seltenheit in der Provinz Dalarna,...

 ...die die zweithöchste Dichte an alten Amischlitten nach Kuba hat.

Seit der Badeplatz in einem Womo-Reiseführer als kostenloser Stellplatz geführt wird, stehen hier beinahe täglich mehrere deutsche Wohnmobile auf dem kleine Parkplatz. Ich übernachte seitdem nur noch eine Nacht, entsprechend des schwedischen Jedermannsrecht, wenn man dieses denn großzügig auslegt, denn ich Zelte nicht, sondern schlafe im Auto. Vor einigen Jahren war der Platz so ruhig, dass ich hier auch schon Mal zwei Nächte stand. Aber auch der Ort Vinäs wuchs in den letzten Jahren um mehrere Ferienhäuser, so dass auch immer mehr schwedische Touristen den Badeplatz bis spät in der Nacht bevölkern. Den Abend verbrachte ich mit meinen Womonachbarn am Badeplatz. Als wir gegen Mitternacht in der Dunkelheit zu unseren Fahrzeugen gingen, machten drei Eulen über eine Stunde Lärm. Ich hatte ein deja vu. Dieses Specktakel hatte ich hier vor ein paar Jahren schon einmal erlebt. Ende Juli werden die Jungen Flügge und schreien außerhalb des Nestes weiter nach der Fütterung durch ihre Eltern. Ich stand wieder auf und suchte mit meiner teuren LED-Taschenlampe nach ihnen. Ich brauchte gar nicht lange suchen. Sie saßen in den Bäumen direkt am Parkplatz. Solange ich sie blendete konnte ich mich bis auf wenige Meter nähern. Ich beschloss dies als Video festzuhalten. Angestrahlt durch die Taschenlampe herrschte  beinah Tageslicht. Leider reicht das LED-Licht nicht aus, um das Objekt der Begierde auch im Bild zu sehen. Ich vermute ja, dass das imitierende Licht der Diode nicht so vom Objekt reflektiert wird, wie es eine herkömmliche Leuchte tut. Als ich mich wieder hinlegte und kurz vorm einschlafen war, kamen zwei Autos auf den Parkplatz gebrettert. Schweden die sich zum Nachtbaden getroffen haben. Hier hatte ich mein zweites deja vu. Auch das hatte ich hier doch schon vor Jahren erlebt.


Flügge werdende Eulen machen über eine Stunde Krach und halten mich vom schlafen ab. Zu Erkennen ist nix auf dem Video, aber ihr könnt euch ja Mal ein Eindruck über der Krach machen.

Nusnäs

Der Siljan ist nicht nur für viele Stockholmer ein beliebtes Feriengebiet, sondern auch für mich. Seit einigen Jahren bleibe ich hier für mehrere Tage. Seit dem ich im vergangenen Jahr den Campingplatz in Nusnäs gefunden hatte, kann ich dies nun auch legal tun, ohne das Jedermannsrecht zu vergewaltigen. Nusnäs liegt gegenüber von Vinäs am Nordufer des Siljan und ist weithin bekannt für seine Produktionsstätten der Dalapferde. Touristen werden hier Busseweise zu den Werkstätten (und Souvenirshops) gekarrt. Auch Bill Clinton, der ehemalige Präsident der USA, war schon hier. Den kleinen Campingplatz am Ufer des Siljan hingegen kennen nur die wenigsten. Außer einer Rasenfläche und einem Plumpsklo bietet der Platz nichts. Auch ist das Ufer steinig und fußempfindliche Menschen wie ich, können nur mit Badeschuhen ins Wasser. Aber für nur 40 SEK, die der örtliche Sportverein (IF Nusnäs) bekommt, bleibe ich gerne ein paar Tage auf diesem Platz. (Das Geld muss man übrigens im voraus bei der Lotterielosbude neben den Holzwerkstätten bezahlen. Wenn geschlossen, im Souvenirladen von Nils Olsson (Edåkersvägen 17)) Tagsüber fuhr ich immer Mal wieder nach Mora. Auf Bilder verzichte ich auf dieser Seite, da es schon genügend auf den Seiten der vergangenen Urlaube gibt.

Für nur 40 SEK pro Nacht, die der örtliche Sportverein bekommt...

...bleibe ich gerne ein paar Tage auf diesem Platz.

Die alten Bootshäuser werden heute...

...als Freizeithäuser und Grillhütten genutzt oder vermietet.

Weil Nusnäs am Nordufer liegt,...

...gibt es auch schöne Sonnenuntergangsbilder.

Rättvik

Am Samstag den 30. Juli fuhr ich nach Rättvik zum  "Classic Car Week" Festival, welches alljährlich in der letzten Juliwoche startet. 25.000 bis 30.000 Menschen vervielfachen, in diesem Jahr nun zum zwanzigsten Mal, die Einwohnerzahl. Ich besuchte nun zum fünften oder sechsten Mal diese fantastische Veranstaltung. Zuerst fuhr ich zum Parkplatz  der Freilichtbühne Dalhalla einige Kilometer nördlich von Rättvik. Seit Jahren ist hier ein Kontrollpunkt der diversen Ausfahrten. Der erste Samstag ist traditionell der Tag der Lastwagen, deren Fahrer entlang der Strecke verschiedene Aufgaben zu lösen haben. Dieses Mal mussten die Fahrer, hier auf dem Parkplatz, den Wendekreis ihrer Vehikel schätzen. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass in diesem Jahr weniger Oldtimerlastwagen an der Ausfahrt teilnahmen, als in den anderen Jahren. Alle Bilder auf einer Extraseite in der Galerie.


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Ob an den offiziellen Orten der Classic Car Week...

...wie hier auf dem Hauptplatz in der Stadtmitte,...
(Die technischen Details findest du unter: https://www21.vv.se/fordonsfraga/?epslanguage=sv Kenzeichen: ECA309)

...entlang der Straßen, oder...
(Die technischen Details findest du unter: https://www21.vv.se/fordonsfraga/?epslanguage=sv Kenzeichen: WUD440)

...im großen Umkreis gibt es viele tolle Fahrzeuge zu sehen.
Die technischen Details findest du unter: https://www21.vv.se/fordonsfraga/?epslanguage=sv Kenzeichen: ETD817

 
Die Kreisel in Rättvik sind beliebte Orte für Zuschauer.

Die nächsten zwei Sommertage verbrachte ich weiter an den Badeplätzen in Vinäs und Nusnäs.

Wird immer Beliebter: Der Badeplatz in Vinäs.

Auch immer Beliebter, auf dem Siljan, werden selbst gebastelte Hausboote

 
Regenbogen über dem Siljan

Malung - Malungsfors

Am Dienstag ging es dann wieder Richtung Süden, denn der Urlaub neigte sich dem Ende zu. Von Mora fuhr ich die RV 45, dem Inlandsvägen, südlich nach Malung. In Malung bog ich nordwärts auf die RV 71 ab und übernachtete, wenige Kilometer entfernt, in Malungsfors (schwed.) am dortigen Badeplatz am Per-Jostjärnen. Für schwedische Verhältnisse ein kleine Tümpel, aber, trotz des Badeplatzes, sehr Artenreich an Wasservögeln. In Deutschland hätten wohl diverse Naturschutzvereine schon längst ein Badeverbot erklagt. Ich zählte hier mehr als zehn große Wasservogelarten. Je zwei Möwen- und Gänsearten, sowie andere Vögel wie den Haubentauchern, die beim morgendlichen Bad nur wenige Meter an mir vorbeischwammen. Leider hat man da ja nur die Duschcreme am Mann. Der Fotoapparat lag wie immer, wenn Tiere ohne Scheu in die Nähe kommen, im Auto.


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Trotz Badeplatz, Kuhweide und...

...Bauernhof fühlen sich hier viele Wasservögel wohl.

Auch ein kleiner See hat hier in Schweden seinen ganz eigenen Charme.

Ohne Kamera schwammen die Haubentaucher in meiner Nähe. Mit Kamera konnte ich nur die Morgenruhe festhalten.

Fährt man in Malung etwa 20 km nördlich nach Lyberget, welches ca. 600 m.ü.N. liegt, kann man zum 200 m hohen Lybergsgnupen wandern. Ich begnügte mich mit dem Ausblick auf die Felswand. Eh Wanderfaul, machten mir die 25 °C die Entscheidung nicht schwer, die 5 km zum Gnuppen nicht zu erwandern.

Nach 20 km Waldweg gelangt man zur Ferienhaussiedlung Lyberget.

Von hier aus kann man 5 km zum 200 m hohen Lybergsgnupen wandern oder nur gucken, wie ich.


Malung verließ ich natürlich nicht, ohne im Stadtteil Grönland halt zu machen. Wer weiß schließlich, wann man mal wieder nach Grönland kommt

Fährt man die RV 45 ab Malung weiter Richtung Süden, überquert man bei Stöllet den Klarälven. Der Fluss fließt über 470 km von Nordschweden über Norwegen bis nach Karlstad in den Vänern


Am Campingplatz in Stöllet kann man man sich sein eigenes Holzfloß bauen und sich damit den Klarälven flussabwärts treiben lassen.


Die Landschaft entlang der RV 45 bis Torsby, am nördlichen Ende des Fryken, ist Waldreich und wird nur selten von Seen unterbrochen.

Ab Torsby führt die RV 45 am westlichen Ufers des Fryken entlang, der eigentlich aus drei Seen besteht. Dem Övre-, dem Mellan- und dem Nedre Fryken. Oder wie Selma Lagerlöf sie nannte, dem "See der Jugend", dem "See der Reife" und dem "See des Alters". Ihr kennt Selma Lagerlöf nicht? Das ist die, die für ihr Buch " Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" einen Literaturnobelpreis bekam. Bei Väster Ämtervik (schwed.) bog ich nach rechts ab, auf die RV 238 Richtung Arvika. Schon kurz darauf wurde ich von einem Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht überholt. Kurz hinter Fryksdalshöjden (der höchste Punkt der Strasse = 3. Gang mit meinem Bulli) erreichte auch ich die Einsatzstelle. Ein alter Mercedes 190er stand in Flammen. Anders als bei uns, rückte hier aber nur ein Löschfahrzeug aus. Und die Feuerwehrmänner verzichteten, ebenfalls anders als in Deutschland, auch auf Einsatzjacke und Atemschutzgeräte. "Andere Länder - andere Sitten!". Ob das nur bei dieser Wehr so üblich ist, weiß ich allerdings nicht, aber es war ja auch wirklich warm an diesem Tag,


PKW-Brand auf der RV 238 zwischen Västra Ämtervik und Arvika. (Video in der Galerie)

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Brunskog

Auf halber Strecke nach Arvika liegt der Ort Brunskog, wo ich am Badeplatz am Värmeln auf dem Gelände des Hembygdsgård (Heimatmuseum). Hier starten auch die Touren mit der MF Wermeln über den See.

Meine Nachbarn an diesem Abend reisten ebenfalls nur mit einem kleinen Van. Aber im Gegensatz zu mir waren sie zu zweit und hatten noch ihre vier Katzen dabei.

Die Rückseite des Restaurants. Restaurant und Freilichtmuseum liegen am Ufer des Sees Värmeln. Im Hintergrund liegt das Ausflugsschiff MF Wermeln.

Das Museum bietet einige Plätze zum Kaffeetrinken und...

... für Freiluftveranstaltungen.

Im Museum wird z.B. gezeigt, wie Holzkohle hergestellt wird,...

...Holz nach alter Art im "antiken" Sägewerk bearbeitet wird oder...

...wie früher Hausdächer mit Holzschindeln...

...Wasserdicht gedeckt wurden.

Am Donnerstag Abend erreichte ich wieder Ellenö, wo ich bis Sonntag bei Inge und Bernd gecampt hatte, bevor ich mich Sonntag Mittag auf den Heimweg machte.

Eine sehenswerte Brücke, die E6 über den Byfjorden bei Uddevalla.


Vor Göteborg konnte ich, in diesem Urlaub, endlich einen Rettungswagen der neusten Generation knipsen. Zu Erkennen an dem LED-Blaulichtbalken.
Die technischen Details findest du unter: https://www21.vv.se/fordonsfraga/?epslanguage=sv Kenzeichen: CNF736


In Helsingborg ging es mit der Fähre über den Öresund.

Ein letzter Blick nach Helsingborg und Schweden...

...dann auf den Öresund...

...und schon ist man im dänischen Helsingør.

 

Ende!

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