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Sommerurlaub 2003

Schweden - Finnland - Norwegen

Die Grenze zu Finnland überschritt ich in Haparanda. Schwedens einziger Stadt, in der man mehr oder weniger offiziell mit dem Euro bezahlen kann, denn die Grenze zur finnischen Stadt Torino ist fließend. So liegt der Golfplatz direkt auf der Grenze, also auf zwei Staatsgebieten, was wohl einzigartig sein dürfte. Gemäß dem Tipp einer Schwedin, machte ich mich auf dem Weg zu einem Fotoladen, um mir ein neues Objektiv zu kaufen. Ich wurde fündig und meine Urlaubskasse um 200€ ärmer. Aber immer noch günstiger als in Schweden, da hatte meine Tippgeberin recht. Nächster wichtiger Schritt: Tanken. Zu traumhaften 78 Cent den Liter wurde mein Auto vollgemacht. Dafür musste ich dann aber auch Schlange stehen. Neben anderen Touristen sind auch die Schweden ganz scharf auf den billigen Sprit. Außer Diesel kaufte ich aber auch noch eine Straßenkarte, denn für Finnland besaß ich bisher keine. Na ja, ich hatte schon eine, aber die lag sicher zu Hause. Die E 4 endet in Haparanda. In Torino fuhr ich die E 8 Richtung Süden und wechselte hinter Simo auf die Regionalstraße 924  und an deren Ende auf die 78 nach Ranua. Die Straßen hier oben im Norden wurden nicht nur für Autos gebaut, sondern dienen auch Rentieren als Pfad und Flugzeugen als Landepiste. Auf den knapp 90 km bis Ranua gibt es zwei ausgebaute Landeplätze. Schon ein interessantes Gefühl, mal über eine Runway zu fahren.

In Ranua besuchte ich den Zoo, der laut Reiseführer der Nördlichste der Welt sein soll. Er liegt etwa 80 km südlich des Polarkreises. Erst später als ich durch Norwegen fuhr und am Polar-Zoo vorbeikam, viel mir wieder ein, dass 1. ich diesen schon einmal 1999 besuchte und 2. der Zoo nördlich des Polarkreises liegt. Im Tierpark Ranua bekommt man 50 Tierarten Skandinaviens auf 35 ha präsentiert. Es ist nicht gerade die schönste Anlage seiner Art, aber die Braun- und Eisbärengehege sind ebenso groß wie sehenswert. Von einem Raben bekam ich einen Stock geschenkt, wofür ich ihn dann aber auch minutenlang kraulen musste. Versuche aufzuhören wurden mit weiteren Stöckchen unterbunden.


Gut getarntes Schneehuhn im Sommergefieder

Am Nachmittag fuhr ich weiter nach Rovaniemi. Rovaniemi ist mit ca. 35.000 Einwohnern die größte Stadt der Provinz Lappland und gleichzeitig Provinzhauptstadt. Hier führte ich auch meinen traditionellen McDonald's besuch durch (In jedem Land mind. 1x) Es ist der nördlichste McD Finnlands. Gestärkt ging es weiter zur nördlichen Stadtgrenze, wo am Polarkreis der Weihnachtsmann zu Hause ist. 

Als erstes kommt man am Santa Park vorbei. Ein in den Berg gesprengter Vergnügungspark (für Kinder). Ich wollte rein, aber eine nette junge Dame erklärte mir, dass die Anlage bald schließen würde und ich nicht mehr hinein durfte. Ich protestierte in meinem gebrochenen Englisch. Nach meiner Uhr hatte ich noch über eine Stunde Zeit. Sie zeigte mir eine finnische Uhr: Es war schon eine Stunde später. Ich hatte vergessen dass Finnland in einer anderen Zeitzone liegt.


Eingang zum Santa Park


Schöner kann man den Arctic Cirkel (Polarkreis) kaum kennzeichnen!

Also fuhr ich weiter nach Santa Claus Village. Zuerst ging ich zur Post, oder wie es offiziell heißt: Santa Claus' Main Post Office. Ich schrieb ein paar Weihnachtskarten, denn die werden hier so versand, dass sie pünktlich zu Weihnachten ankommen.

Blick auf den Vorplatz des Weihnachtsmanndorfes >>>

Der Arbeitsplatz des Weihnachtmannes im Postamt, wo er die Briefe der Kinder aus aller Welt beantwortet. Und sein Kaminplatz, wo die Kinder mit ihm reden können.

Das Postauto und das Emblem des Postamtes

Der Polarkreis verläuft  quer über den Vorplatz und durch die Wohnung den Weihnachtmannes

Das Fotografieren ist in dem Gebäude eigentlich verboten und wird mit Hausverbot bestraft. Aber weil sich eine Horde Italiener nicht daran gehalten hat, drückte ich auch auf den Auslöser. Bilder mit dem Weihnachtsmann werden für 17 € erstellt.


Der Weihnachtsmann (über 2 Meter groß) beim Geld verdienen.

Anschließend schlenderte ich durch die Vielzahl an Souvenirläden und lauschte einer tschechischen Polkakapelle, die mal eben spontan ihre Instrumente auspackte. Übernachtet hatte ich dann auf einen angrenzenden Campingplatz, der eigentlich geschlossen war. Ich fand aber den Hintereingang und schlief in bester Lage auf einem ansonsten leeren Campingplatz. 

Am nächsten Morgen ging es wieder zum Santa Park. Ich konnte es kaum glauben 20 € Eintritt! Aber ich musste da ja unbedingt rein. Wer keine Kinder hat kann sich die 20 € pro Nase sparen.


Blick in den großen Saal, der wie gesagt unterirdisch im Berg liegt.


Santa Claus beim Autogramme schreiben. Groß, klein und ich standen Schlange. Weihnachtsmann heißt auf finnisch: Joulupukki

Neben verschiedenen Fahrgeschäften, Fressbuden, Kinos usw., gibt es auch einen Einblick in die Werkstatt der Wichtel, die die Geschenke herstellen.

(<<<Hallo Christina, der war zu teuer!)

Auf der E 75 ging es dann weiter Richtung Inari. Eine Straße durch Wald, Moor und Landschaft pur. Zum Übernachten machte ich zwischen Vuotso und Saariselkä am Sompio Naturpark halt. Vuotso ist das südlichste Dorf der Sami. Nach dem Abendessen machte ich mich auf die Pirsch und ärgerte ein paar Rentiere, wobei ich selber aufpassen musste, wo ich hintrete, denn die Gegend ist das reinste Moorgebiet.

Hier oben gibt es auch noch den Postbus, wie es ihn in Deutschland auch noch bis ende der 70er gegeben hat. Allerdings ist es in Finnland eine Mischung aus LKW und Bus. Vorne kann man mitfahren und hinten ist eine Ladefläche mit hydraulischer Ladebordwand. Häuser und Höfe haben große Briefkästen an den Straßen, in denen auch Pakete passen. Der Fahrer nimmt aber auch Briefe und Pakete mit.>>>

Am folgenden Tag kam ich dann in Inari (Svensk) an, oder Anar (Suomi) oder Aanaar (Sápmi) wie es auch heißt. In Lappland sind die meisten Ortsschilder zwei oder dreisprachig. Das gilt auch für den norwegischen Teil Lapplands. Hier kaufte ich noch einmal billig ein. U.a. finnische Euros und Zimtkuchen, die absolut Klasse sind, besser als jede schwedische Zimtschnecke und die kann ich auch schon nicht liegen sehen.

(Bilder: WebSiida)

 Anschließend besuchte ich das Siida, dass Saamen-Museum und Nordlappland Naturzentrum mit Freilichtmuseum, wo es Wohnhäuser, Gerichtsgebäude, Fallen und Geräte zu sehen gibt. Die Umgebung Inaris bildet das älteste Siedlungsgebiet in Nordlappland. In der Ausstellung gibt es bis zu 9000 Jahre alte Funde zu sehen.

Gerichtssaal: Die Angeklagten wurden mit dem Lochbalken an den Füßen "gekettet" und knieten so vor dem Richter

Fuchs auf der Pirsch, am Stadtrand von Inari

Weiter ging die Fahrt auf der Regionalstraße 971, entlang des Inarisees, dem drittgrößten in Finnland. Unterwengs half ich einem finnischen Pärchen, dessen Batterie schlapp gemacht hatte, während sie es sich offensichtlich am See "gemütlich" gemacht hatten. Das Mädel versuchte schon einige Zeit eines der wenigen Autos zum anhalten zu bewegen, bis ich, ein Ausländer, sich endlich erbarmte. Sie erzählte mir, das es durchaus nicht üblich sei, dass ein Finne zum helfen anhält. Ich finde dieses Verhalten erstaunlich, in dieser (schönen) Wildnis. Und schön ist es hier oben wirklich. Deutlich interessanter als die Gegend südlich von Inari. Darum gibt es hier vielleicht auch den Lemmenjoki Nationalpark, das größte Wildmarkgebiet Europas. Im Radio läuft Ramstein, während die Natur an mir vorbeirauscht.


Blick auf einen der vielen kleinen Buchten des großen Inarijärvi (Inarisee), der doppelt so groß wie der Bodensee ist und mit über 3000 Inseln gepickt ist.



Da sag noch einer die Finnen wären nicht Reich, die sind sogar Steinreich!

Im letzten finnischen Dorf vor der Grenze, in Näätämö oder auch Njáván (Sápmi) tankte ich noch einmal voll, weil der Diesel in Norwegen bekanntlich deutlich teurer ist. Leider war der Sprit hier auch 10 Cent teurer als in Inari - mist!


Hier tank man noch wie zu Opas Zeiten


Das Dorf Näätämö


Noch 100 Meter dann bin ich in Norwegen. Angst vorm Zoll muss man in dieser Wildnis nicht haben.

Webcams der Verkehrsbehörde, die Auskunft über deren Zustand geben sollen

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