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Sommerurlaub 2009 Schweden - Norwegen 

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Quelle: Google/maps.de


Verkehrskreisel an der E134 in Notodden mit einem überdimensionalem Mikrofon. Früher Industriestadt mit Kraftwerken und Stahlwerk, jetzt Norwegens "Hauptstadt des Blues". Alljährlich findet hier Ende Juli - Anfang August das Notodden Bluesfestival statt.

Ein Stück weiter führt die E134 an der größten Stabkirche (Stavkirke) Norwegens vorbei, die Stabkirche von Heddal.

Die Stabkirche Heddal (alte deutsche Bezeichnung Kirche zu Hitterdal) ist mit rund 20 Meter Länge und 26 Metern Höhe die größte ihrer Art in Norwegen. Sie liegt im Ortsteil Heddal der Kommune Notodden direkt an der Fernstraße E 134 im Osten der Provinz Telemark.
(Quelle:Wikipedia)

Ich hatte Glück, weil ich zehn Minuten vor Feierabend in Heddal ankam, durfte ich ohne Eintritt in die Kirche.

Mitlerweile hatte ich Kontakt mit Tanja und Simon aufgenommen. Die waren auf einem Campingplatz in Åmot. Da es nur am Regnen war und ich mir ausgerechnet hatte, das ich die beiden noch gegen 21 Uhr vor der Dunkelheit erreichen müsste, fuhr ich ohne Zwischenstopp durch.

 
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Der reich verzierte Bischofsstuhl.

 

Weiter entlang der E134


Ein neues Hobby oder Einnahmequelle der Norweger scheint die Lamazucht zu sein.

Irgendwann verließ ich die E134 Richtung Norden und bog in die kleine Straße RV 504 ein, einem Wald- und Feldweg nach Åmot. Viele großen Strassen wie die Europastraßen haben schon einiges zum Stauen und Anhalten zu bieten. Will man aber mehr Natur und Wildnis erleben, sollte man immer nach Alternativrouten Ausschau halten.


Irgendwann verließ ich die E134 und wechselte auf die RV 504, die Querfeldein nach Norden führt und dann über die RV 854 nach Åmot führt

Überall gibt es was zu sehen, uns so mache ich viele Pausen.

 

Åmot
Åmot in der Telemark am Kreuzungspunkt der E 134 und RV 37 hat zwei Campingplätze. Ich fand Simon und Tanja bereits auf dem ersten Platz.
Zu später Stunde traf ich dann bei ihnen in Åmot ein. 
Zur Feier des Tages wurde ich dann gezwungen Paderborner Bier aus Dosen zu trinken - Bah!!
Ich zeigte ihnen meine bisherigen Bilder, Simon zeigte mir die noch zu vernichteten Dosen.

 
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Guck mal wer da Guckt!

Simons T5 erweist sich als sehr variabler Campingbusersatz.

Langsam ließen wir den Abend ausklingen.
Am nächsten Morgen kam die Sonne zum Vorschein. Wir einigten uns darauf die E 134 Richtung Oslo zu fahren, und in Kongsberg die Silbermine zu besuchen. Tanja und Simon hatten in den letzten Wochen viele Regentage und wollten nun nur noch Richtung Süden. Nach dem Frühstück gingen die Beiden ihrer "Morgentoilette" nach, was ich schon längst hinter mir hatte.

 

 


So sah ich mir die Hütten auf dem Campingplatz an, um euch einen Endruck von dem Preis-/Leistungverhältnis zu geben:



"Ja, wo isses denn? Ich hatte doch noch ne Dose Paderborner versteckt!""

Diese kleine Hütte ist für ...

...450 NOK/Nacht zu haben. Entspricht etwa: € 56,- (2010)

Diese größere und bequemere Hütte...

..gibt es ab 900 Nok (€ 110 )


Wir fuhren die RV 37 weiter Richtung Nordost.

Bei Arabu machten wir weinen Abstecher auf die Halbinsel Bjømsbufjellet, die vom Møsvatnet umschlossen ist. Laut Reiseführer soll es hier einen Womo-Stellplatz am See geben - Pustekuchen. Es handelt sich dabei um einen Steinbruch.


Anfangs bietet der Møsvatnet noch schöne Motive.

Der Stellplatz aus dem Reiseführer entpuppt sich als ein Steinbruch, der auch noch im Betrieb ist.

Später holt uns die Realität ein. Der Møsvatnet ist auch nur ein Stausee.

Wer genau hinschaut, findet dennoch tolle Motive.


Ich würde auch noch eine Weile entspannen, wie dieser Angler, aber Simon drängt zum Weiter fahren.


Zurück auf der RV 37 fuhren wir weiter Richtung Osten.

Einige Kilometer weiter östlich kamen wir an der Froystul-Kirche vorbei, die heute nur noch in den Sommermonaten von einer Familie aus Südnorwegen offen gehalten wird. Wir wurden freundlich empfangen, und nutzten die Pause zum Plaudern und um Waffeln und Tee zu genießen.

Hjerdalen an der RV 37

Wir steuerten eine Alm an, die sich auf Ziegenzucht und der Herstellung von Brunost spezialisiert hat. Und weil die aus Ziegenmilch hergestellt wird, heißt sie " Geitost" und ist eine Spezialität, die die Menschheit und in besonderen die Touristen in zwei Lager spaltet. Die einen mögen das braune Zeug und die anderen nicht.


In dieser Küche wird aus weißer Ziegenmilch der braune Geitost.

Simon scheint eine Seelenverwandtschaft zu erkennen!

Hier werden die "Meckertanten" gemolken.

Fressen, schlafen und Milch geben - was für ein Leben!

Ja, Ziegen gehören in den Stall!!! :-)

Anschl. geht es auf der R 37 weiter nach Osten.


Simons neuer T5 macht im Gebirge eine gute Figur!

Rjukan
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Das Vemork Wasserkraftwerk vor den Toren Rjukan entstand um 1911

Das Vestfjord-Tal war bereits im 18. Jahrhundert ein Anlaufpunkt für Touristen, welche die Naturattraktionen in der Gegend zum Ziel hatten, besonders den Rjukanfossen. Um 1907 lebten nur etwa 50 Familien im Tal. Seine eigentliche Entstehung Anfang des 20. Jahrhunderts verdankt Rjukan ebenfalls den zahlreichen Wasserfällen in der nächsten Umgebung, allerdings aus völlig anderen Gründen.

Bereits 1909 wurde der Ort durch die private Rjukanbanen (RjB) und eine Eisenbahnfähre über den Tinnsjø erschlossen. Damit konnte 1911 einige Kilometer westlich von Rjukan durch Norsk Hydro, dessen Gründer Sam Eyde die Kraft des Wasserfalls Rjukanfossen und anderer benachbarter Quellen ausnutzte, das erste Wasserkraftwerk der Welt in Vemork gebaut werden. Es blieb auch lange Zeit das größte der Welt. In den folgenden Jahren wurden weitere Kraftwerke und Industrieanlagen errichtet und 1917 lebten bereits ca. 10.000 Menschen in Rjukan und Umgebung.

Der Ort und alle kulturellen und sozialen Einrichtung des Tales wurden vom Betreiber der Kraftwerke gebaut und unterhalten. So zum Beispiel auch 1928 die Krossobanen, die erste Seilbahn Nordeuropas. Sie wurde erbaut, damit die Arbeiter aus Rjukan auch im Winter die Sonne zu Gesicht bekommen konnten. Rjukan entwickelte sich in der Folgezeit zum ersten Schwerindustriezentrum Norwegens.

Weit über Norwegens Grenzen hinaus wurde Rjukan während des zweiten Weltkriegs bekannt. Norwegische Forscher hatten im Chemie- und Kraftwerk Vemork bereits vor dem Krieg mit der Erforschung und der Produktion von schwerem Wasser (1931 entdeckt) begonnen. Schweres Wasser war ein notwendiges Hilfsmittel zur nuklearen Kettenreaktion und Kernspaltung, letztlich zum Bau von Atombomben.

Mit dem „Unternehmen Weserübung“ und der Besetzung des neutralen Norwegens durch deutsche Truppen im April 1940 fielen die Forschungsergebnisse und die vorhandenen Bestände an schwerem Wasser nach erbitterten Kampf um die Norsk Hydro Werke in die Hände der deutschen Besatzer. Nach anderer Quelle (ZDF-Dokumentation) kamen die Franzosen den Deutschen zuvor und sicherten sich den gesamten Lagerbestand von über 160 kg.

Um die mögliche Bedrohung durch eine deutsche Atombombe zu verhindern, starteten zwei Halifax-Schleppflugzeuge mit je einem Airspeed Horsa-Lastensegler in der Nacht vom 19./20. November 1942 vom schottischen Skitten in Richtung Vemork. Die „Operation Freshman“, die in Zusammenarbeit von britischen Royal Engineers, der Special Operations Executive (SOE) und dem norwegischen Widerstand durchgeführt wurde, hatte die Zerstörung der Produktion und der Bestände an schwerem Wasser zum Ziel. Diese erste Luftlandeoperation schlug jedoch fehl, eine Halifax und zwei Horsa-Lastensegler zerschellten in den Gebirgsausläufern der Hardangervidda.

Nur eine Halifax schaffte den Rückflug nach Schottland. Die anderen Überlebenden wurden von der deutschen Wehrmacht an die Gestapo ausgeliefert und noch am selben Tag in den umliegenden Wäldern exekutiert. Blutige Bilanz des desaströsen Kommandounternehmens waren 39 erschossene oder gefallene britische Soldaten.

Im Dezember 1945 wurden die Opfer exhumiert und zur Anklage der Gestapo-Offiziere gerichtsmedizinisch untersucht. Die britischen Soldaten wurden in einem Soldatengrab auf dem Friedhof von Helleland beigesetzt.

Bei einer zweiten Operation im Februar 1943 landeten norwegische Widerstandskämpfer auf der Hardangervidda-Ebene und schlugen dort ihr Biwak auf. Dieser Gruppe gelang es am 27. Februar, die meisten Tanks der Hochkonzentrieranlage zu sprengen. Der größere Teil der zwölfköpfigen norwegischen Gruppe konnte sich anschließend in das neutrale Schweden absetzen, während einige Widerstandskämpfer bis zum Ende des Krieges eine kleine Funkstation auf der Hardangervidda unterhielten.

Die Deutschen bauten die zerstörten Produktionsbereiche jedoch noch im Sommer 1943 wieder auf. Die Amerikaner beschlossen daraufhin, die gesamte Anlage massiv zu bombardieren. Am 16. November griffen 140 Bomber vom Typ B-17 „Flying Fortress“ das Kraftwerk Vemork und die Forschungsanlage an. Die Anlage wurde dabei beschädigt und die Deutschen gaben die Produktion von schwerem Wasser in Vemork auf. Bei dem 30-minütigen Angriff wurden 21 norwegische Zivilisten getötet oder verletzt.

Die verbliebenen Reste an schwerem Wasser sollten nach der Aufgabe der Anlage im Februar 1944 in Eisenbahnwaggons nach Deutschland gebracht werden. Um dies zu verhindern, traten die norwegischen Widerstandskämpfer noch einmal in Aktion

(Quelle:www.Wikipedia.org)

 

Heute nutzen Bungee Springer die alte Brücke um ihre Angst zu überwinden.


Tanja traut sich nicht...

...dieses Mädel ist da skrupelloser.


Einer der mutigen Bungeespringer


Mit 1883 Metern ist der Gaustatoppen der höchste Berg in der Telemark.

Zwanzig Minuten, und mit kurzer Halbzeitpause und ich war mit meinem treuem Bulli oben. Simon fuhr in 5.Gang in einem Bruchteil der Zeit die Passstrasse hinauf.


Der Feuerwehrchef von Rjukan hat sein Einsatzfahrzeug vor dem Haus stehen.

Simon, der Raser!!

Zu jedem Tal in Norwegen gehört ein Wasserfall.

Simon zog mit seinem T5 ab. Ich musste auf halber Strecke eine Pause machen, weil man ja auch Angst um seine lieben Bully hat.


Langsam fahren hat auch seine Vorteile,...


...kann man doch die schöne Aussicht in vollen Zügen genießen.

Und Aussicht gibt es reichlich!


Am höchsten Punkt der Passstraße, am Flistjønnskaret, machten wir eine Pause,...


...um uns einen Überblick über die Gegend zu verschaffen!...


...Ein Blick auf unsere Autos und...

...ein Blick, wohin die Reise geht.


Ein Erinnerungsfoto darf natürlich nicht fehlen!


Hinter dem Gebäude des Straßendienstes richteten wir unser Nachtlager ein. Dabei hatten wir diesen wunderbaren Blick auf das Tuddal.


Schöne Aussichten...

...auch hinter uns!

"Ne, wat is dat schön hier!"

22 Uhr, Ende Juli: Der erste Glühwein!


So entstand sie Sage von den Trollen. In Wirklichkeit sind es Touristen beim "Waldscheißen".


Es bleibt die ganze Nacht über hell.

Simon und Tanja nutzten es ausgiebig. Mir war kalt und so war ich um 23 Uhr in der Koje.

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