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Sommerurlaub 2009 Schweden - Norwegen 

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Lysefjord

Der Stopp am Parkplatz des Ausflugslokals Øygardstølen (Video ansehen), mit Aussichtsplattform auf Lysebotn und Ausgangspunkt für den Wanderweg zum Berg Kjerag war nur kurz. Wanderer berichteten mir, dass sie für die Tour 7 Stunden gebraucht hätten, die laut Beschilderung nur 5 Stunden dauern sollte. Sie berichteten, dass durch den vielen Regen die Felsen Aalglatt seien und man nur langsam vorankäme. Es war schon nach 15 Uhr und so überlegte ich mir, was ich tun sollte. Für einen Aufstieg war es zu spät und der Blick auf die Wettervorhersage verhieß auch nix gutes. An den folgenden Tagen sollte es es weiterhin regnen. Schweren Herzens, war es doch eines meiner ge


Blick auf den Lysefjord, an deren Ende der kleine Ort Lysebotn liegt.

Die Lysefjordstraße führt über 27 Spitzkehren 900 Meter hinunter nach Lysebotn.

Einige Serpentinen tiefer bietet sich eine Gelegenheit am Wasserfall zu Übernachten. Wenn es Aussichten auf besseres Wetter gegeben hätte, hätte ich hier Übernachtet.

Aber der Wettergott war gegen mich und so ging es die Serpentinen weiter bergab. Einige Windungen führen durch einen Tunnel. Der ist aber wenigstens beleuchtet und verfügt über Ausweichbuchten.
Lysebothn

400 NOK (44 €), zu zahlen auf dem Schiff - Auf die Durchsagen achten! - sollte die Überfahrt des Lysefjord Richtung Stavanger nach Lauvika kosten. Diese 42 km Seeweg war günstiger, als die 290 km Strasse nach Stavanger. Und 290 km über die Berge bedeutet denn auch mindestens einen Tag. Zwar gab es an der südlichen Küste Norwegens auch noch Orte, die mich Interessiert hätten, aber die kann ich ja auch in einigen Jahren Mal besuchen. In diesem Sommer zählte nur der Preis. 
In der Haupturlaubszeit empfiehlt es sich einen Platz auf der Fähre zu buchen. Für die Schnellfähre
, geht es nicht ohne.


Plastik vor dem Kommunalhaus

Eine Stunde Wartezeit, bis die letzte Fähre diesen Tages abfährt.

Wir mussten auf drei verspätete belgische Autos warten, die die Fähre gebucht hatten. In dieser Zeit musste die Schnellfähre aber auch mit dem Anlegemanöver warten.

Wenigstens von der Fähre konnte ich noch einen Blick zum Kjerag erhaschen. Der 1000 m hohe Kjerag zieht neuerdings Fallschirmspringer aus aller Welt an.


Vorbei geht es an einigen Höfen und Kraftwerken, die bei Bedarf auch angefahren werden, Seehundkolonien und...


...Wasserfälle, die natürlich zu jeden Fjord gehören, wie hier der Whiskeyfossen.


Fathålå

Wasserfälle

Preikestolen

Vorbei am Whiskeywasserfall, wo sich ein deutscher Deserteur versteckt hielt und seinen Lebensunterhalt mit seinemgebrannten Delikatessen verdiente. Sehr zur Freude der Norweger. Wahrscheinlich war dieser Mann Namens Hans, nach Willy Brand, der beliebteste Deutsche zu damaligen Zeiten. Wohl auch, weil es norwegischen Beamten nicht Gelang diese Quelle zum versiegen zu bringen. Sie hatten nur einen Teil der Brennkessel entdeckt. Mit den verbleibenden Brennkesseln lief die Versorgung der Bevölkerung weiter reibungslos.

Ein weiteres Highlight des Lysefjorden ist der Preikestolen (Kanzel o. Predigtstuhl). Eine natürliche Felsplattform (Felskanzel). Die Größe des Felsplateaus beträgt zirka 25 mal 25 Meter. Die Fjellkante fällt 604 Meter senkrecht in den fast 40 km langen Fjord ab. Die Kanzel ist als Wanderziel sehr beliebt und wird jährlich von etwa 100.000 Menschen erklommen. Ich war 1999 oben und einige Touristen gerieten in Panik, weil ich damals aufrechten Ganges zum Abgrund marschierte um hinunterzuschauen. Die meisten Touristen legen sich zwei Meter vor dem Abgrund nieder und robben zum selbigen. Viele die Aufrecht gehen, so wie ich es getan hatte, sind Selbstmörder, was vielleicht die aufgebrachten Rufe erklärte, als ich stehend am Abgrund stand. Ich war amüsiert über diese Menschen, gleichfalls musste ich erkennen, dass ich nicht mehr so schwindelfrei (Kopffest) war wie in meiner Zeit als Schlosser im Hochbau. Also legte ich mich damals, den Touristengleich an den Rand den Kanzel.

 


Die erste Attraktion ist Fathålå. Zu den Klängen von Edward Grieg fährt das Schiff in eine von hohen Felsen eingeschlossene Bucht, in der sich die Höhle Fathålå befindet, in der sich früher Landstreicher vor der Polizei versteckt hatten. Heute markiert die Höhle eine Strohpuppe. Kurz vor der Kollision mit den Felsen werden alle Schiffsschrauben auf volle Fahrt zurück gestellt.


Wie schön muss die Fahrt erst bei Sonnenschein sein?

Die Lysefjord-Brücke (RV 13) 
Die Lysefjord-Brücke (RV 13)  verbindet am Ende des Lyseford die Ufer. Sie hält den Platz 82 unter den längsten Hängebrücken der Welt.


Am Ende des Fjord liegt der kleine Ort Forsand, der letzte Stopp vor Lauvvik am westlichen Ufer des Høgstfjorden.

Viele Informationen hat auch Frank Graupner auf seiner Seite Trollbarna.de

Ich übernachtete an einem See südlich der der RV 13 in Fossvatne vor den Toren der Hansestadt Stavanger, damit ich am folgenden Tagt ausgeruht die Stadt erkunden konnte. Der Parkplatz gehört zu einem Campingplatz und liegt nur wenige Meter von Ufer entfernt. Saubere Sanitäranlagen rundeten diesen Platz ab.

Stavanger

 
Größere Kartenansicht

  Stavanger ist mir seinen ca 124.00. Einwohnern die Hauptstadt der Provinz Rogaland und damit die viertgrößte Stadt Norwegens. Anfang des letzten Jahrhunderts war hier die größte Fischkonservenindustrie der Welt zu Hause. Heute ist Stavanger die Ölstadt Norwegens. Und darum ist hier auch das Ölmuseum, dass alles Wissenswertes über Erdöl, Erdgas und die Entstehung der norwegischen Ölindustrie vermitteln will. Und weil Öl teuer ist, haben sich die Preise in der Stadt dem angepasst. Stavanger gilt als die teuerste Stadt Norwegens (Das mittlere Menü bei McD gibts für umgerechnet € 12.-).. 2008 war Stavanger zusammen mit Liverpool (GB) Kulturhauptstadt Europas.

Vor dem Ölmuseum gibt es einen riesengroßen Spielplatz,...

...dem Geopark, mit ausrangierten Utensilien der Ölförderung

Viele Modelle gibt es im Inneren zu sehen....


Aber auch ein tolles 3D-Kino...

Das norwegische Ölmuseum ist durchaus ein Besuch wert, auch wenn man Gegner der Ölmultis ist.


...und Nachbauten, die das wahre schwere Leben auf den Bohrinseln zeigen soll.


Außenansichten...

...des Ölmuseums


Weiter entlang der Skagenkaien und seinen Kaimauern des Gästehafens, gelangt man zum Dom.


Am Skagenkaien liegt auch das Sjøhuset Skagen.

Die Skagen, die Kneipenmeile der Stadt.

Vom Skagenkaien aus kann man zum Valbergturm aufsteigen.


Der Valbergturm wurde 1850 als Feuerwachturm erbaut, um die zumeist aus Holzhäusern bestehende Stadt vor einer Zerstörung durch eine Feuerbrunst zu bewahren.


Unterhalb des Turmes gibt es ein kleines feines Café.

1125 wurde Stavanger zur Stadt erhoben mit eigenem Bischofssitz. Man begann mit dem Bau des Domes. Der Dom gilt neben dem Nidarosdom in Trondheim als das bedeutendste mittelalterliche Sakralbauwerk Norwegens. Der heilige St. Svithun ist Schutzpatron der dreischiffigen Pfeilerbasilika. Die reichhaltige barocke Ausstattung stammt aus dem 19. und 20 Jh.
Altes Lagerhaus der Johan P. Johnsen AS an der Havneringen.

Der Dom

Die reich geschnitzte Kanzel stammt aus dem Jahr 1658

Gamle Stavanger

Die Altstadt mit 173 kleinen weißen Holzhäusern sollten in den 1970er Jahren eigentlich schon abgerissen werden. Dem Arrangement eines Architekten ist es zu verdanken, das der Stadtrat davon abgesehen hat und so bildet dieser Stadtteil mit seinen Kopfstein- und Gaslaternengepflasterten Straßen einer der schönsten Sehenswürdigkeiten Stavangers.


In den Gässchen von Alt-Stavanger erinnern 173 restaurierte weiße Holzhäuser...

...mit den alten Gaslaternen an die Zeit um das 18.Jh. bis 19.Jh,...

als hier Fischer, Handwerker und Seeleute wohnten.


Blick af das Ende des Vågen, dem alten Hafen (Gästehafen).

Das Norsk Hermettikkmuseum, das Seefahrts- und Handelsmuseum am Øvre Strandgate, zeigt die Entwicklung des Schiffbaus und Schifffahrt. Außerdem geben ein alter Laden mit Kontor, ein Lager mit Wohnung, Einblick in die Kaufmannsgilde des 19. Jh.


Auch im Urlaub musste ich noch Arbeiten!


Die bunte Øvre Holmegate


Noch ein Blick vom Ölmuseum zum Straumsteinsundet und der Insel Grasholmen...


...dann ging es südlich nach Madla zum Hafrsfjord.
 Seine Sehenswürdigkeit, sind die drei Riesenschwerter, die "Sverd i Fjell", die an die Schlacht am Fjord und Reichseinigung im Jahr 900 erinnern soll.
Harald I. schlug viele Schlachten, um die Herrschaft über ganz Norwegen zu erlangen, die berühmteste war die Schlacht am Hafrsfjord vermutlich im Jahr 872.

Klosterøya

Fährt man in Stavanger die E 39 nordwärts, durchfährt man den 5875 m langen und mit 223 m tiefsten Tunnel der Welt, den Byfjordtunnel. So gelangt man zur Insel Mosterøy. Biegt man dort nach links ab, geht's zur Insel Klosterøya. Auf der Insel befindet sich das Augustinerkloster Utstein aus dem 13. Jh. Es ist heute das am Besten erhaltesten Kloster Norwegens aus dem Mittelalter. Hier residierte König Harald Hårfagre um 1250.


Das Utstein Kloster ist heute im Privatbesitz.


Größere Kartenansicht

Hier residierte Harald Hårfagre, Harald I - Schönhaar, dem ersten König des größten Teils Norwegens (852 - 933). Die Herrschaft "über ganz Norwegen" dürfte dem späten Herrscherlob für das Harald-Geschlecht von Snorri geschuldet sein und der Wirklichkeit nicht entsprechen. Sein Herrschaftsbereich wird als auf Vestlandet und die südliche Küste rund um Lindesnes bis zur Grenze zu Grenland am Oslofjord hin beschränkt angesehen. Auch geht man heute davon aus, dass Harald seine Eroberungen von Sogn aus startete und die Schlacht am Hafrsfjord den Abschluss bildete.[3] Wenn damit auch die Bedeutung Haralds als Einiger des norwegischen Reiches verkleinert wird, so bleibt er dennoch der Initiator dieses Prozesses.


Der Innenhof mit dem Kreuzgang


Das ruhige Inselleben macht sich auch bei den Schafen bemerkbar.


Über eine kleine Brücke...


...geht es zur Insel Fjøløya.


Hier bauten die Deutschen einen Teil des...

...Atlantikwalls

Das Haus des Leuchtturmwärters. Heute nur noch ein Sommerhäuschen.

Der Leuchtturm Fjøløyafyr wird nur noch Ferngewartet.


Der Leuchtturm heute - Treffpunkt der Dorfjugend! >>>>


Und Touris, die diese Sonnenuntergangsstimmung...

...erleben und einfangen wollen!


Blick zur Insel Karmøy, da werde ich Morgen sein.

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