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Sommerurlaub 2009 Schweden - Norwegen 

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Karmøy

Am Mittag verließ ich die Insel Klosterøya und folgte der RV 39 gen Norden Richtung Haugesund. Zuerst durch den 4,4 km langen Mastrafjordtunnel und dann mit der Autofähre über den Boknafjorden zur Insel Bokn. Dann links auf die E 134 und vor Haugesund südlich auf die Insel Karmøy bis Avaldsnes. An diesem Geschichtsträchtigen Ort gründetet König Harald Schönhaar 872 n.Ch. seinen ersten Norwegischen Königsitz, gelegen am Weg nach Norden, daher der Name des Landes. Olav I. Tryggvason ließ hier die erste Kapelle bauen. 1250 ließ Håkon IV. Håkonsson an dessen Stelle die heutige Kirche bauen. Gewidmet dem heiligen Olav (Olav II. Haraldsson). Schon zuvor war hier ein heiliger Ort. Nach den alten nordischen Mythologien, zu Zeiten Thors und Odins, wurzelte hier eine der drei Wurzeln des Lebensbaumes. Avaldsnes war wahrscheinlich über 3.000 Jahre Sitz norwegischer Fürsten.


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Vom ersten Rastplatz aus, schaut man auf Kåstø. In dieser Industrieanlage (geb. 1980) wird das Nordseegas zusammengeführt und aufbereitet. Von hier führen Pipelines auch nach Emden in Deutschland.


Die Olavskirche auf einem Grabhügel errichtet.

Innen Schlicht und Einfach.


Innenansicht der St. Olafskirche

<<< Neben der Kirche befindet steht, mit 7,2 Metern, Norwegens höchster Bautastein. Der Sage nach geht die Welt unter, wenn die "Nähnadel der Jungfrau Marias " die Kirchenwand berührt. Eine weitere Sage besagt, dass der Stein schon gekürzt wurde, damit die Welt nicht untergeht.


Friedhof mit Ausblick. Im Jahr der Wirtschaftskrise liegen hier sechs Frachtschiffe auf Reede

2005 eröffnete Königin Sonja das Geschichtszentrum Nordvegen (Nordvegen Historiesenter). Über den oberirdischen Betonkreis gelangt man zum unterirdischen Eingang des Museums.

Im Eingangsbereich sitzt Harald Schönhaar in Wachs gegossen.

Innen zeigen Darstellungen verschiedene Epochen aus der Anfangszeit Norwegens.
Folgt man dem Pfad hinter der Olavskirche, gelangt man auf die Insel Bukkøya. Hier steht ein rekonstruierter Wikingerhof mit einen 25 m langen Wikingerlanghaus.
Ferkingstad

Südlich von Åkrahamn liegt das Fischerdorf Ferkingstad. Hier fand ich einen traumhaften Stellplatz direkt am Sandstrand. Eine echte Rarität in dieser Region. Der Stellplatz - Sandstrände gibt es auf Karmøy einige. Sonne, Strand und warmes Wasser! Ich hatte mich sofort entschieden, hier zwei Nächte zu bleiben, wenn die Norweger mich lassen. Sonnenbaden, schwimmen, und einen schönen Abendspaziergang mit anschließendem Sonnenuntergang über dem Meer, was will man anderes im Urlaub? Norwegen hätte da noch Regen im Angebot. Nämlich den gesamten nächsten Tag lang. Nun, so einen tollen Platz gibt man nicht so einfach auf. Also war lesen angesagt. Bestes Wetter für einen Stieg Larsson Bestseller (Bücher). 


Strand...

...mit Parkplatz - Was will man mehr?


Plausch unter Nachbarn.

Das abendliche Strandleben kann vielfältig sein.


Ich genoss den Sonnenuntergang.

Bevor ich den zweiten Tag mit lesen verbringen konnte, musste ich noch fürs Frühstück sorgen. So machte ich mich am Morgen auf den Weg zum nächsten Supermarkt im 5 km entfernten Åkrahamn. Wie überall in der Region Haugesund, muss man sich beim Auto fahren konzentrieren. In fünf Kilometer Abständen wechseln sich Mautstellen und Radarkontrollen ab. So hätte der Weg zum Frühstück sehr Teuer werden können, wenn ich mich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h gehalten hätte. Schon die Maut, für die 10 km hin und zurück, kosten 24 NOK. Das Brot gab es schon für 36 NOK.
Am Abend des zweiten Tages wurde das Wetter besser, so dass ich mich erneut auf machte, die Gegend zu erkunden.
Südlich des Hafens befindet sich das Denkmal der Seefahrer, die nicht wieder heimgekehrt sind. Im Stundentakt spielt ein elektronisches Glockenspiel zum Teil bekannte Melodien. Ferkingstad war in der Eisenzeit auch Königsitz. Der Grundriss des alten Bootshauses hat man mit Steinen abgebildet.


Ein Diestelfalter am alten Königsitz.


Mit Steinen wurde der Grundriss des alten Ferkingischen Bootshauses markiert.


Die nordischen Hummeln unterscheiden sich deutlich von den Deutschen.


Zu jeder Insel gehört ein Leuchtturm.

Ferkingstad von einer anderen Seite.

Ich verlassen die Insel am dritten Tag, weil es bewölkt und schwülwarm war. Und die Wolkenlage ließ bis zum Horizont keine Sonne erahnen. Ich folge der E 134 nordwärts Richtung Odda.


Am Grindafjorden an der E134 übernachtete ich. Beim Angeln hatte ich nur einen Biss, der sich aber kurz vorm Steg wieder losriss.

Am Åkrafjorden fällt der Langfossen  über 612 m in den selbigen. In mehreren Fallstufen donnert er den Berg hinunter in den Åkrafjorden. Steigt man am Parkplatz aus und unterquert die Strasse durch den Fußgängertunnel, kommt man dem Wasserfall sehr nah. Seine wahre Größe begreift man aber erst, wenn man der Strasse ein paar hundert Metern folgt und dort anhält.
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Langfossen am östlichen Åkrafjorden

Mosnes am anderen Ufer des Fjord.

Fernansicht auf den Langfossen

Am Åkrafjorden liegt ein nachgebautes Wikingerboot

Låtefossen

Fährt man ein paar Kilometer weite auf der E 134 gelangt man zum Abzweig auf die RV 13, die nach Odda führt. Schon kurz danach folgt ein weiteres Highlight, der Låtefossen. Dieser Zwillingswasserfall, mit einer Gesamtfallhöhe von 165 Metern liegt direkt an der Reichstrasse. Wer nicht allein unterwegs ist, so wie ich, kann auch seinen Partner zurück zum Auto schicken, um ihn auf der Brücke mit diesem wundervollen Hintergrund fotografieren.


Als letzten Gruß von der E 134 gibt es noch diesen kleinen Wasserfall.


Die RV 13 führt direkt am Wasserfall Låtefossen vorbei.

Wer dicht zum Wasserfall wandert, braucht wasserfeste Kleidung.

Voller Parkplatz mit Souvenirshop direkt am Wasserfall.

 

Durchs Tal fließt die Loni. Und die RV 13 wurde dicht am Hang gebaut, sodass man schon aufpassen muss auf dieser engen Strasse und nur selten den Ausblick genießen kann, sofern man, wie ich, der Fahrer ist.

Vor Odda mündet der Fluss in den Sandvevatnet. Auf der anderen Seeseite öffnet sich das Buerdalen und gibt den Blick auf den Buerbreen frei. Dieser ist ein Gletscherarm des Folgefona. Dessen Rückseite hatte ich schon 2005 besucht.


 Blick über den Sandvevatnet auf den Buerbreen.


Durch das Buerdalen führt eine schmale Piste...


 ...zum Hof Buerdalen und von hier weiter zu Fuß zum...

...Folgefonna-Gletscherausläufer Buerbreen.


Fährt man die Strasse wieder zurück nach Odda kann man diesen gespaltenen Felsbrocken am Campingplatz sehen.


Blick von der RV 13 auf Odda, am Ende des Sørfjorden,...


...der in Hardangerfjorden mündet. Die Fähre verbindest Utne auf Hardangerfjord mit Kinsarvik im Hordaland. 2005 nahm ich diesen "Seeweg".

Kurz hinter Odda führt der 11,1 km lange Folgefonnatunnel zum Maurangerfjorden. Einem Ausläufer des Hardangerfjord. Rund um den Hardangerfjord gibt es viele Obstbauern. Die Obstplantage Norwegens. Viele verkaufen ihr Obst direkt an der Strasse. Bei Deutschen sind laut Reiseführer die Kirschen sehr beliebt. Ich habe sie natürlich auch getestet und fand sie tatsächlich sehr lecker.


Am Anleger in Kinsarvik steht eines dieser Schmuckstücke, die sich einige Norweger zu Wohnmobilen ausbauen.

Eidfjord

Ich folgte der RV 13 weiter nach Eidfjord am Ende des gleichnamigen Fjord. Als ich hier war, war gerade Rummel und ein Radrennen. Sehenswert sind aber ansonsten das Erlebniszentrum Hardangervidda Naturzentrum. (Hier war ich 2005, deshalb gibt es hier keine Bilder). Auch berühmt ist die mittelalterliche Granitkirche, die als Buße von Ragnar Åsulfdatter gebaut wurde, weil sie ihren Mann ermordet hatte.


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Skulptur am Marktplatz.

Im Ort gibt es einen Brunnen, in dem sich nicht nur die Einheimischen die Füße kühlen.

Hufeisenwerfen statt Autoskooter.

Kjeåsen

Ein Abstecher entlang des Simadalsfjorden nördlich von Eidfjord, führt zu einem zu einem der größten Kraftwerke Norwegens, dem Sima-Kraftwerk, mit einer 200 m langen Turbinenhalle. Und zum anderen führt hier ein 2,2 km langer Tunnel hinauf zum 600 m hohen Kjeåsen-Hof. Per Pedes benötigt man etwas 1,5 Stunden. Mit dem Auto geht es schneller. Allerdings gibt es hier eine kuriose Verkehrsregelung. In den ersten 30 Minuten einer Stunde darf man bergauf fahren und in der zweiten Hälfte Bergab. Das man etwa 10 Minuten für die Fahrt benötigt, sollte mit eingerechnet werden. Im schmalen und völlig dunklen Tunnel gibt es nur eine Ausweichstelle. Um überhaupt etwas im Tunnel zu sehen fuhr ich mit Fernlicht und Nebelscheinwerfer. Mit modernen Xenonlicht mag es etwas besser gehen. Die Bergbauern hielten früher ihre Kinder an der Leine, damit sie nicht Gefahr liefen, vom Berg zu fallen. Ob auch die modernen Kinderschutzgesetze zum verlassen des Hofes beitrugen ist nicht bekannt.


Vom Kjeåsen-Hof, an einem steilen Berghang, ...


...hat man einen fantastischen...

...Blick auf den Simadalsfjorden.

Hardangervidda

Von Eidfjord folgte ich der RV 7 über die nördliche Hardangervidda. Diese traumhafte Strasse ist ja quasi ein Muss für jeden Norwegenfan und wird auch Abenteuerstrasse genannt, was sie auch sicherlich ist, so mal sie zwischen September und Mai kaum befahrbar ist. Ich befuhr sie nun zum zweiten Mal und war genauso begeistert wie beim ersten Mal. Hinter Øvre Eidfjord führt die Strasse hinauf auf die Hochebene. Mein erster Stopp gleich am Rand des Plateau, am  Vøringsfossen. Diesen 182 m hohen Wasserfall bestaunt man am besten vom Hotel Fossli aus. Die wollen allerdings eine Parkgebühr haben, so dass man etwas weiter durch das angrenzende Ferienhausviertel fahren muss, um kostenlos Parken zu können.

 

 
Der Vøringsfossen an der RV 7 auf der Hardangervidda


Vøringsfossen


Für die Überfahrt der Hochebene sollte man sich viel Zeit nehmen.


Blick auf den Hardangerjøkulen.




Am Ufer des Skiftessjøen zelten Wanderer. Das Bild gibt sehr gut die Größenverhältnisse wieder.
Ich übernachte auf einem Parkplatz am Skiftessjøen mit Blick auf den Hardangerjøkulen. Um den zu genießen musste ich mich allerdings sehr warn anziehen.

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Sonnenuntergang über der Hardangervidda. Schön, aber Kalt.

Am nächsten Tag:


Die Camper sind auch noch da!


Der Hardangerjøkulen. In Europa gibt es nur auf Island größere Gletscher.

Und noch ein wenig rangezoomt!


Früh Morgens geht es mit der ganzen Familie zum Fischen!


Oder auch alleine. Abgesehen haben sie es auf Saiblinge.

Gegen Mittag führ ich weiter ostwärts und machte immer wieder an schönen Stellen halt. Abseits der Strasse trifft man auf große Wollgrasflächen.

Einen Stopp bei Dyraheii nutzte ich um, endlich in diesem Urlaub, meine neuen Wanderschuhe von Meindl einzuweihen. 


Eine kleine Wanderung gen Norden über Stock und vielen Steinen.


Dieses Bild mit dem Haus, gibt einen ungefähren Eindruck über die weite Fläche.

Schon Wahnsinn, durch welch eine Gegend die Strasse 7 führt.


Dichtigkeitsprüfung für meine neuen Wanderstiefel.

In Halne am Halnefjorden kann man sich mit einem Wassertaxi ans südliche Ufer befördern lassen. Um zu Angeln, oder um im Herzen der Vidda zu Wandern.


Bootshäuser am Halnefjorden,...

...den man auch mit dem Wassertaxi überqueren kann.
Im weiteren Verlauf der Strasse kann man die vielen Eigenheiten der Hardangervidda bestaunen.


Schutzhütte für Straßenwärter...


...mit toller Aussicht.


Bei Ustaoset geht es hinunter...

...ins Ustedalen.


Blick über den Ustevatnet.

Wieder im Flachland angekommen, gab ich Gas. Auf halber Strecke zwischen Geilo und Gol ist der kleine Ort Ål. Es schien die Sonne und auf der anderen Flussseite war eine Badestelle. Dieser Einladung konnte ich, nach soviel Kälte, nicht widerstehen.


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Über diese Holzbrücke bei Ål gelangt man zur Badestelle.

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Hinter Gol verließ ich die RV 7 und fuhr die RV 51 nordwärts Richtung Fagernes. Da man die alten bekannten Übernachtungsplätze im Ort mittlerweile mit "Camping-Verboten" Schildern ausgestattet hat, fuhr ich wieder ein Stück der Strecke zurück, wo ich einen guten Stellplatz gesehen hatte.
Am nächsten Tag fuhr ich via E 16 und RV 33 nach Dokka.

Mit Vieh muss man auf norwegischen Strassen immer rechnen.

In Dokka gibt es eine Querverbindung zur RV 245, die RV 162. Hier gibt es neben der Strasse 4.000 Jahre alte Felszeichnungen zu sehen. Unter anderem, die vielleicht beste Darstellung eines Elches.


Brav, schön neben der Fahrbahn bleiben.


Die Bauern sägen hier nicht die ganzen Hörner ab, sondern nur die Spitzen und versehen diese mit einer Nickelkappe.

Hamar

Viele Kilometer weiter ostwärts erreichte ich Hamar, wo ich die E 6 verließ um einen kleinen Stopp am Klostergelände zu machen. Hier am Ufer des Mjøsa gibt es ein Freilichtmuseum und die Ruinen des mittelalterlichen Domes, Klosters und Schule zu bestaunen.


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Die Eislaufhalle wurde für die Olympischen Spiele 1994 in Lillehammer gebaut und ist einem Wikingerlanghaus nachempfunden.

 


Die Ruinen des alten Domes wurden mit einem Glaskonstruktion überbaut und dient nun wieder als Kirche. Sehr beliebt Bei Hochzeitspaaren.


Bade- und Rastplatz am größten See Norwegens, dem Mjøsa.


Auch ein kleines Heimatmuseum...

...steht auf dem Gelände.

 

Über die RV 25 geht es zur schwedischen Grenze.


Bei Elverum neben der RV25 entdeckte ich, sehr zum Leidwesen der Einheimischen Autofahrer, diese Elchfamilie. Leider goss es in Strömen und die Regentropfen erlauben keine klare Aufnahme.

 

Noch ein kurzer Abstecher nach Trysil, dem bekannten Wintersportort, etwa 40 km vor der Grenze. Aber auch hier nur Regen, was meinen Aufenthalt auf einer Fahrt durch die Hauptstrasse und wieder zurück beschränkte.


Bunt, aber dennoch wenig einladend, bei dem Wetter. Für Wintersportler ist Trysil aber eine angesagte Adresse.

Der Held des Ortes ist der Olympische Goldgewinner im Skilanglauf von 1952 und 1956: Hallgeir Brenden

Zumindest gibt es hier noch... 

...ein Paar Elche zu sehen, wenn auch Abstrakte.


Die grüne Grenze nach Schweden, ca. 35 km nach Trysil

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