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    Sommerurlaub 2012 Schweden - Åland  

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Klenshyttan

Von Hällefors und der Toppstugan befuhr ich die RV 63 weiter nach Osten. Nach etwa 6 Kilometern bog ich links Richtung Bredsjö ab, wo ich schon einige Male am dortigen Badeplatz übernachtete. Die Dorfbewohner waren gerade dabei einige Dinge am Badeplatz, wie z.B. den Grillplatz, zu verändern, bzw. zu erneuern. Nach kurzem Aufenthalt am Badeplatz begann es zu regnen. Ich verzog mich in meinen Camper und kochte mir ein Mittagessen. Als es auch nach dem anschließendem Mittagsschlaf immer noch regnete, fuhr ich weiter nach Klenshyttan in der Gemeinde Ludvika in Dalarna Län. Auch am hiesigen Badeplatz, am Dammsjön, habe ich in den letzten Jahren immer Mal wieder übernachtet. Der aufmerksame Leser meiner Seiten erinnert sich vielleicht daran, dass ich hier 2005 Biber beobachten konnte, die aber schon im folgenden Jahr verschwunden waren, weil der Jagt zum Opfer gefallen. Auch in diesem Jahr gab es keine Spuren, die die Existenz von Bibern anzeigen würden. Die einheimischen Jäger haben im Herbst 2005 wirklich ganze Arbeit geleistet, als sie die Tiere bejagt hatten.


Größere Kartenansicht
Klenshyttan liegt an der RV 50/63 zwischen Ludvik und Grängesberg

Bevor ich zum Badeplatz abbog, fuhr ich weiter bis Ludvika zum dortigen "Rusta-Markt", weil das Wetter immer noch kein Badewetter war. Den Nachmittag aber verbrachte ich am Badeplatz. Dabei wurde der Platz und die Sonnenhungrigen, von einer Stockentenmama und ihren Kücken heimgesucht, Jeder Besucher des Platzes wurde von der Entenfamilie besucht, in der Hoffnung etwas Essbares zu erhaschen. Erst am Abend, als ich die Enten am Camper fütterte, merkte ich, dass es sich bei der Entenfamilie um zwei Familien handeltet. Denn nach kurzer Fütterung der ersten Familie tauchte eine zweite Entenmama auf und verscheuchte die Erste, damit ihre Brut bei mir nach Essen betteln konnte. Auch wenn sich ein Entenschnabel nicht zu einer Grimasse verbiegen lässt, schafften sie es allein durch ihre Augen und dem fiepen, dass ich nochmals den Schrank nach Fressbaren durchsuchte. 
Am Abend startete ich zu einer Elchsafari, indem ich dem Weg weiter östlich Richtung Smedjebacken folgte. Im letzten Jahr entdeckte ich sieben Kilometer entfernt einen Elch am Waldesrand. In diesem Jahr hingegen war mir das Glück leider nicht Hold. Eine Stunde durchkreuzte ich vergeblich die Wege östlich von Klenshyttan.


Zuvor machte ich aber einen Spaziergang entlang des Ufers:


Statt Abendspaziergang rudert dieses Pärchen auf dem Dammsjön


Angeln vom Ufer aus, oder als Schleppangeln vom Ruderboot.


Ein Häuschen an diesem See, davon Träume ich schon seit Jahren.


Wer die Ente nicht Ehrt (und Füttert), wird gebissen.

Diese Jung-Silbermöven sind da schon sehr viel Scheuer.

In den vergangenen Jahren habe ich die Ruinen der Holzkohlehochöfen in Klenshyttan ja schon einige Male fotografiert, aber...

...weil ich eine neue Kamera hatte, machte ich beim Abendspaziergang wieder einmal...

...etliche Bilder von der Hüttenruine.

Aber es lohnt sich ja auch die Kamera...

...Schussbereit zu...

...halten.


Gleich zu Beginn, wenn man die RV 50 verlässt und nach Klenshyttan abbiegt, steht zur linken Seite dieser alte restaurierte Hof.

Ängelsberg

Die zweite Nacht verbrachte ich, wie in den vergangenen Jahren auch (weil man nach dem Jedermannsrecht ja pro Nacht nur auf einem Platz stehen darf), nordwestlich von Grängesberg, bei Ötjärn, auf dem Parkplatz am Badestrand des Norr Hörken (schwed.). Den Tag wollte ich wieder am Badeplatz in Klenshyttan verbringen. Mit Ausnahme des Vormittages, den ich in Ludvika verbrachte, denn das Wetter war alles andere als Strandwetter. In Ludvika schaute ich mich zuerst beim Campingladen "Kanon Kurt" um. Danach stöberte und kaufte ich, wie immer wenn ich in Klenshyttan übernachte, im "Dollar Store"ein. Zum Mittagessen fuhr ich zum "McD", schließlich gab es in diesem Jahr wieder ein Colaglas zum Plusmeny. Danach ging es zum Badeplatz.
Weil das Wetter am Nachmittag immer noch sehr stürmisch und regnerisch war, entschloss ich mich, weiter zur Ostküste zu fahren. Die Altehrwürdige Universitätsstadt Uppsala wollte ich schon immer Mal besuchen. In Ludvika bog ich östlich auf die RV 66 ab. In Fagersta ging es nach links auf einer kleinen Strasse Richtung Sala. Fünf Kilometer bevor diese Strasse auf die RV 256 nach Sala mündet, durchquert man den Ort Ängelsberg, deren ehemalige Eisenhütte Engelsberg zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Neben der alten Eisenhütte gibt es in Ängelsberg aber noch mehr zu sehen. Auf der Insel Oljeön, die dem Ort Vorgelagert im See Åmänningen liegt, steht die Engelsberg Raffinerie. Ab 1875 versorgte diese Raffinerie die schwedischen Haushalte mit Lampen- und Schmieröl, sowie Waffenfett und Petroleum. Es ist die älteste noch erhaltene Ölraffinerie der Welt und wurde 1999 zum Industriedenkmal des Jahres gewählt. Ich scheute die Überfahrt zur Insel, weil es schon Spätnachmittag war, als ich mit dem Rundgang um die Eisenhütte fertig war. Auch die alten Villen im Ort, die entlang der Uferstrasse liegen, habe ich in diesem Fall "Rechts" liegen lassen. 
Ich erwanderte den Rundwanderweg auf dem Hüttengelände. Der Name Engelsberg stammt von einem deutschstämmigen Bergmann, der Engkika hieß. Bis 1919 wurden hier täglich ca. 10 t Roheisen hergestellt.


Der Herrenhof wurde um 1700 gebaut. Nach einem Brand um 1740 wurde es im heute noch erhaltenen französischen Stil wieder aufgebaut.


(Bild: "Upplev Sverige",  Bonnier Fakta)
(Ganze Buchseite hier)

Der Westflügel und die beiden Türme aus Schlackensteinen, wurden 1780 gebaut.

Die Maschinenwerkstatt wurde 1917 gebaut.

Am See Snyten wendet der Rundweg und führt über ein kleines Stauwehr.

Kein Wunder, dass man früher (und manchmal auch Heute noch) an Trolle glaubte.

Der Hochofen. Die Granitmauern wurden wahrscheinlich 1779 errichtet. 

Das heutige Aussehen erhielt das Gebäude 1878.

Sala

Fährt man von Ängelsberg nördlich Richtung Sala, gelangt man nach wenigen Kilometern auf die RV 256. Hier geht es rechts nach Sala. Nach ca. 6 km führt die Strasse am nördlichen Ufer des Härendesjön entlang. Am Ende des Sees steht ein Schild, das auf einen Weg zum Badeplatz hinweist. Diesen Badeplatz nutze ich zum Übernachten. Am nächsten Tag fuhr ich dann weiter zum Silberbergwerk in Sala.
Der Legende nach, sollen im 13. Jh. finnische Bauern, die das Land urbar machten, Silber in den Felsen gefunden haben. In den Sommermonaten gibt es täglich einstündige Führungen die bis in 60 Meter tiefe führen. Es gibt aber auch noch eine kurze und zwei längere Führungen. Letztere sind der "Königsweg" (75min) und die "Dreischachtwanderung" (120 min). Weil ich vor einigen Jahren die Grubenführung in Falun mitgemacht hatte, verzichtete ich hier in Sala auf dergleichen, denn im Gegensatz zu Falun wird hier nichts mehr abgebaut. Die Grube ist seit Anfang diesen Jahrhunderts nur noch eine reine Touristenattraktion. Stattdessen erkundetet ich nur das weitläufige Gelände und schaute mich in den diversen Läden, wie dem Grubenshop,  und Museen um. 


Gleich zu Beginn der Zufahrtsstrasse steht das erste Grubengebäude. Davor die dazugehörigen...

...Silbergruben, benannt nach dem König Karl XI..

Am Ende der Zufahrt steht der "Christiansschacht". Rechts davor ist ein kleiner Parkplatz.

Von hier aus schaut man auf das Grubengelände.

Das Polizeimuseum auf dem Gelände des Silberbergwerks.
Im Polizeimuseum kann man sich einen Überblick über die Kriminalgeschichte von Sala verschaffen. Ein wichtiger Teil der Ausstellung berichtet über die Sala-Liga, die in den 1930ern eine Anzahl schrecklicher Raubmorde beging. Sechs lange Jahre dauerte die Suche nach den Tätern, bis die Liga schließlich entlarvt wurde. In der Ausstellung sind einige Originalgegenstände aus der Polizeiuntersuchung zu sehen. Leider ist das gesamte Museum nur schwedischsprachig, was, gerade bei den vertonten Kriminalgeschichten, sehr Schade ist.


Ein Polizei-Verkehrsschild weist den Weg zum Polizeimuseum.

Unter anderem werden hier Uniformen aus der Anfangszeit bis zur Gegenwart gezeigt.

Schon etwas ironisch: Eine rote Laterne kennzeichnete damals die Polizeiwachen.

Uppsala

Als ich Uppsala erreichte, ließ ich mich vom Navi erst einmal zum Dom führen, dem wohl ältesten Gebäude der Stadt. Bilder von Kirchen findet ihr immer wieder auf meinen Seiten, aber nicht weil ich sooo Gläubig bin, sondern weil es oft die ältesten Gebäude im Ort sind und sie häufig einen Einblick über die Geschichte der Jahrhunderte geben. Dazu kommt die Erfurcht über das Können der alten Baumeister.
Uppsala ist der Hauptort der Provinz Uppsala Län und der historischen Landschaft Uppland und zudem das historische Zentrum des Königreichs. Hier befindet sich auch die älteste Universität Nordeuropas (1477). 
Vor dem Dom steuerte ich den Parkplatz vor der hl. Dreifaltigkeitskirche an, die auch die älteste Kirche der Stadt ist. Dort konnte ich aber nicht rein, weil dort gerade eine Beisetzungandacht stattfand. Böse Überrascht war ich von den Parkgebühren, die überall in der Stadt gelten. 2,40 € die Stunde ist schon ein wenig happig. Ich warf all mein Kleingeld in den Rachen des Parkautomaten, aber es reichte nur für eine Stunde und fünfzehn Minuten. Dies sollte gerade Mal für den Dombesuch und einen Rundgang in der näheren Umgebung des Domes reichen. 
Der Dom ist mit seinen Außenmassen von 119 m Höhe und 119 m Länge der größte Sakralbau Skandinaviens. Im 13. Jh. wurde mit dem Bau begonnen. 1435 wurde er eingeweiht. Als historisches Zentrum des Reiches fanden hier viele Könige und Adelige ihre letzte Ruhestätte. Die berühmtesten dürften der König Gustav I. Wasa und der Naturforscher Carl von Linné sein.
Anschließend cruiste ich durch den Stadtkern bis zum Schloss. Anhalten oder gar parken an den vielen schönen Stellen konnte ich leider nicht, weil alle Parkplätze besetzt waren. Zuletzt parkte ich direkt vor dem Schloss, was eigentlich nur Anliegern des Schlosses erlaubt ist. Aber was soll's, es war je keine Politesse in Sicht und ich wollte mir ja nur einen Überblick über das Gelände und der Stadt verschaffen. Und so Sehenswert fand ich das kantige Ziegelsteingebäude nicht, um hier länger zu verweilen.


Der Dom vom Parkplatz vor der Heil. Dreifaltigkeitskirche aus gesehen.

Der Dom zu Uppsala.

Was dieses Wandgemälde in einem der südlichen Kappellen darstellt, habe ich leider vergessen.

Die Kanzel, die größte Schwedens - wurde von Nikodemus Tessin d.J. gezeichnet und von Burchart Precht geschnitzt.





Die wohl bekannteste Person Schwedens liegt unter diesem, vom Holländer Willem Boy gebaute Grabmal: König Gustav I. Wasa. Die Königin Margareta Eriksdotter Leijonhufvud liegt zu seiner Linken und Katharina von Sachsen-Lauenburg rechts von ihm.
Der Sarkophag steht mitten in der Kapelle. Auf den Wänden stehen Auszüge aus Gustav Wasas Abschiedsrede an die Stände, aus dem Jahr 1560, bei der er sagte: Ich darf mich wohl mit David vergleichen, den Gott von einem Hirten zum König über sein Volk gemacht hat." Die übrigen Wände sind mit Malereien bedeckt, die die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben des Königs wiedergeben. (Text: www.werbeka.com)

Zu den Schätzen der Kirche zählt unter anderem ein vergoldeter Schrein aus dem späten 16. Jahrhundert, in dem die Relikte von Erik dem Heiligen untergebracht sind.

Auch was dieser gestickte Wandteppich darstellt, habe ich leider vergessen. Das Bild soll hier aber ein Beispiel dafür sein, was in den vielen Kappellen bzw. Chören zu entdecken ist. 

Das Grabmal von Johann III, Sohn von Gustav I. Wasa, der von 1568 bis 1592 schwedischer König war.


Auch der Naturforscher Carl von Linné, der mit der binären Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf, fand hier seine letzte Ruhestätte.

Ein Organist spielt einige Stücke.

Fenster am westlichen Giebel, zwischen den Türmen.


Orgelmusik im Dom zu Uppsala


Gegenüber des Domes befindet sich das Gustavianum. Das älteste Universitätsgebäude stammt aus dem Jahre 1623. Erstmals konnten Studenten, unter der Kuppel im anatomischen Theater von Olof Rudbeck, bei einer Obduktion zusehen.

Entlang des Weges um dem Dom herum stehen einige Runensteine.



Das Münzkabinett der Universität Uppsala ist neben dem Königlichen Münzkabinett in Stockholm eine der bedeutendsten Münzsammlungen in Schweden.

Von der "Münze" aus,  konnte ich schon Mal einen ersten Blick auf das Schloss erhaschen.


Das Schloss ist ein trutziger Ziegelsteinbau. Er ist heute Verwaltungssitz der Provinz und beherbergt das Kunst- und Schlossmuseum mit dem Reichssaal. Der blaue Falschparker ist meiner.

Kanonen zeigen nach Westen und Süden.


Die südwärts gerichteten Kanonen weisen den Weg zum Linégarten.


Vom Schloss aus schaut man direkt auf den Linégarten mit Museum im alten Wohnhaus. Der Garten wurde 1655 angelegt und diente der medizinischen Ausbildung der Studenten der Universität.

Gamla Uppsala

Gamla Uppsala, also Alt-Uppsala, ist eine historische Siedlung und war in der vorchristlichen Zeit der Sitz der Sveakönige. Damals lag der Ort vermutlich an einer Bucht und war ein Machtzentrum in Mittelschweden.
Die Heimskringla, eine Sage des Isländers Snorri Sturluson, berichtet, dass hier im 5. und 6. Jahrhundert die Könige Aun, Adils und Egil in den drei Hügelgräbern, den  Kungshögarna (Königshügel), beigesetzt wurden. Hier gibt es zwar ein kleines Museum, aber um die Ausgrabungsfunde zu sehen, muss man zum Historischen Museum nach Stockholm fahren.
Die Kirche, Gamla Uppsala Kyrka, wurde 1130 gebaut und war bis zum 13.Jh. Erzbischofssitz. Sie steht auf dem Grund des ehemaligen Heidentempels. Unter dem Mittelgang befindet sich das Familiengrab von Anders Celsius. Er war Astronom, Mathematiker und Physiker. Celsius war der Erste, der die Helligkeit von Sternen messtechnisch untersuchte, und fand heraus, dass Polarlichter das Magnetfeld der Erde stören. Weltberühmt wurde er aber durch die nach ihm benannte Temperatureinteilung Grad Celsius von 1742. 

Die drei Kungshögarna (Königshügel), unter denen vermutlich die Sveakönige Aun, Adils und Egil begraben wurden.

Entsprechend des historischen Plätzchens, heißt das Restaurant...

... "Odinsborg".

Die Kirche Gamla Uppsala Kyrka wurde 1130 gebaut und ist Sitz des Familiengrabes von Anders Celsius.

Abseits der beiden Sehenswürdigkeiten gibt es auch ein paar alte Häuser.

Folgt man der Strasse zum Parkplatz weiter bis hinter der Kirche, zweigt rechts ein Weg ab, der zu einem Badeplatz führt, auf dem man Übernachten kann. Ich entschied mich aber nach Osten zu fahren, so mal ich in Uppsala noch einen Bankautomat aufsuchen wollte, um meinen Bargeldvorrat aufzufüllen. Daraus wurde aber nix. Dusselig wie ich bin, merkte ich erst am dritten Geldautomaten, dass der Magnetstreifen meiner EC-Karte nicht mehr lesbar war :-(  (Bei den ersten beiden Automaten dachte ich, dass sie keine EC-Karte akzeptieren würden)

Ich folgte der RV 282 nach Osten. Etwa 12 km hinter Uppsala liegt der Ort Länna. Zu Beginn des Ortes führt rechts eine Weg zum Badeplatz am Trehörningen. Hier übernachtete ich auf dem, für diesen kleinen Ort, überdimensionalen Parkplatz. So dachte ich jedenfalls. Als ich am folgenden Morgen aufstand und nach dem Bad im See Frühstückte, begann sich der Badeplatz, und damit auch der Parkplatz, zu füllen. Innerhalb von 1,5 Stunden war der Rasen am Badeplatz schon gut belegt. Es scheint sich bei diesem Badeplatz um einen, bei den Uppsalaern, sehr beliebten Ort zum Baden zu sein. Nach dem Frühstück legte ich mich noch für zwei Stunden auf den Rasen zu den Einheimischen, bevor ich weiter zu Küste fuhr. 


Knapp fünf Kilometer hinter Länna liegt der kleine Ort Almunge. Hier machte ich einen kleinen Stopp am...

...Museumsbahnhof Faringe station (schwed.), von dem Museumszüge (engl.) nach Uppsala fahren.

Grisslehamn

Am Vorabend entdeckte ich, während der Routenplanung für den nächsten Tag, dass es etwas nordöstlich von Uppsala eine Fährverbindung von Grisslehamn zu den finnischen Ålandinseln gibt. Ich war bisher davon ausgegangen, dass die Fähren nur von Stockholm bzw. Kapellskär nach Finnland fahren. An die Ostküste wollte ich, weil der Wetterbericht für Mittelschweden wieder einmal schlechtes Wetter vorhergesagt hatte. Aber da Wolken häufig über den Küstenstreifen ziehen, bevor sie ihr Wasser ablassen, hielt ich es für eine gute Idee, dorthin auszuweichen. 

Die RV 283 endet am Fähranleger des kleinen Ortes Grisslehamn. Ich staunte nicht schlecht, als ich den riesigen Andrang am Anleger sah. Nicht nur das es eine lange Schlange vor dem "Check In" für Autos gab, sondern auch, für diesen kleinen Ort, überdimensioniert großen Busbahnhof herrschte reges treiben. Die Insassen der vielen Busse, die Linie von und nach Orte fahren, die mehrere hundert Kilometer (wie z.B. Stockholm) entfernt sind, standen an dem Fährterminal Schlange. Ich fand weit entfernt einen Parkplatz und begab mich zum Terminal, wo ich mich an der Schlange vorbeimogelte und einen freien Platz an einem Informationsschalter fand. Hier erfuhr ich, dass die fünfstündige Überfahrt nach Finnland, inkl. Fahrzeug, nur € 20,50 kostet. Dieses Ticket kann man aber nicht hier am Schalter kaufen, sondern nur am  "Auto Check-In". Außerdem erfuhr ich hier, dass es noch freie Plätze gibt. Ich wanderte wieder zu meinem T4 und reihte mich in die Autoschlange ein. Das ich kein Onlinebuchungsformular dabei hatte, verwirrte das junge Mädel im Schalter ein wenig. Nach kurzer Zeit und Rücksprache mit einem Kollegen, konnte ich meine € 20,50 loswerden und verschwand im Bauch der MS Eckerö, dem Fährschiff der Eckerö-Linjen, das zwischen Grisslehamn und der Åländischen Insel Eckerö pendelt. So war ich nun auf dem Weg nach Åland (schwed,), was ich nun wirklich nicht auf dem Schirm meiner Urlaubsplanung hatte.


Gleich legt die Fähre ab. Da hinterm Horizont liegt Åland.


Die Einheimischen nutzen die Felsenküste zum Sonnen und Baden.

 

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